Vargas, Das barmherzige Fallbeil

Die einzigartige Fred Vargas kehrt zurück mit einem neuen Fall für ihren unverwechselbaren Jean-Baptiste Adamsberg, Kommissar im Pariser 13. Arrondissement. Seine Ermittlungen führen ihn in die blutige Zeit der Französischen Revolution und in die tödliche Kälte Islands ... Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn bei Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird.

Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen und in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

Fred Vargas verbindet in ihrem neuen Buch, das gerade mit dem Deutschen Krimikreis geehrt wurde, eine spannende Geschichte mit einer informativen Lehrstunde über die blutige Schreckensherrschaft der Jakobiner nach der Französischen Revolution. Unbedingt lesenswert.

(c) Magazin Frankfurt, 2024