Colombani, Der Zopf

Colombani, Der Zopf

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Einige Dinge sind international gar nicht so unterschiedlich, wie wir es manchmal glauben wollen. Die 42-jährige Laetitia Colombani kam in Bordeaux zur Welt und arbeitet als Filmschauspielerin und Regisseurin (u.a. Wahnsinnig verliebt) in Paris. Ihr jetzt auf Deutsch erschienener erster Roman sorgte gleich nach Erscheinen für internationales Aufsehen und konnte sich schnell Spitzenplätze auf der Bestsellerliste erkämpfen und erscheint in 27 Ländern. Auch die Filmrechte sind bereits vergeben. Kein Wunder, denn das Thema betrifft viele. Die drei in dem Buch präsentierten Frauen führen zwar ihr Leben in unterschiedlichen Kontinenten, doch sie eint dieselbe Sehnsucht nach Freiheit.

Obwohl die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah unterschiedlicher nicht sein könnten gibt es diese Gemeinsamkeiten.

Smita setzt in ihrer indischen Heimat alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt, während auf Sizilien Giulia nach dem Unfall ihres Vaters entdeckt, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, vor dem Ruin steht und im kanadischen Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah gerade Partnerin ihrer Kanzlei werden, als sie erfährt, dass sie schwer erkrankt ist. Trotz oder gerade wegen ihres klaren und ungekünstelte Duktus ergreifend, flicht Laetitia Colombani aus den drei so unterschiedlichen wie außergewöhnlichen Geschichten kunstvoll und ergreifend einen prachtvollen Zopf und trotz aller immer wieder querschießender Widrigkeiten des Lebens kommen dabei auch beim Leser Glücksgefühle empor.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018