Falcones, Die Erben der Erde

Falcones, Die Erben der Erde

(c) C. Bertelsmann

Eigentlich ist Ildefonso Falcones de Sierra Anwalt und könnte als Leiter seiner eigenen Kanzlei in Barcelona gut leben, doch schon früh faszinierte ihn die Geschichte des mittelalterlichen Kataloniens und er begann, sich ein umfangreiches Wissen über die Zeit des 14. Jahrhunderts in seiner Heimatstadt anzueigen. Dieses Wissen wurde Grundlage für seine schriftstellerischen Ambitionen, die in dem Roman "Die Kathedrale des Meeres" kulminierten. Der verheiratete Vater von vier Kindern wurde durch den Erfolg seines Buches, an dem er fünf Jahre geschrieben hatte völlig überrascht. Kritiker verglichen es mit Ken Folletts "Säulen der Erde" und schnell fand Falcones auch international seine Leser in über dreißig Ländern. Allein in Spanien verkaufte sich das Buch weit über zwei Millionen mal. Der große Pferdefreund spielt in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Polo.

Ab dem 1. September 2018 kommt bei Netflix die Verfilmung des Weltbestseller auf den Bildschirm. Darin wird der Zuschauer mitgenommen ins Spanien des 14. Jahrhunderts, in dem die Landbevölkerung unter dem Joch der Feudalherren stöhnt. Barcelona ist frei von dieser Ausbeutung und Barcelona ist reich. Hier macht der junge Arnau seinen Weg vom mittellosen Steinträger zu einem der angesehensten Bürger der Stadt. Er ist Teil eines unerhörten Plans: die Errichtung einer Kathedrale, die den Himmel stürmen soll:

Santa María del Mar, eine Kathedrale, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er am eigenen Leib, welch schweres Los die Arbeit dort ist. Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch die Pest lauert schon vor den Toren und Arnau wird Opfer einer Intrige, die sein Leben in höchste Gefahr bringt.

Jetzt kommt mit "Die Erben der Erde" endlich die lange erwartete Fortsetzung seines Weltbestsellers heraus. Sein neues aufregendes Sittengemälde handelt wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen. Auch Arnau Estanyol taucht darin wieder auf, der inzwischen zum erfolgreichen Werftbesitzer aufgestiegen ist. Er kümmert sich um den zwölfjährigen Hugo Llor, den Sohn eines verstorbenen Seemanns, dessen Jugendträume mit der unbarmherzigen Realität seiner Zeit konfrontiert werden. In den Weinbergen, in denen er neue Arbeit sucht, lernt er die schöne Nichte des jüdischen Besitzers kennen und lieben. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann. Erneut breitet Ildefonso Falcones ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.

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(c) Magazin Frankfurt, 2020