Vermes, Die Hungrigen und die Satten

Vermes, Die Hungrigen und die Satten

(c) Eichborn

Amazon

Deutschland hat eine Obergrenze für Asylsuchende eingeführt, ganz Europa ist bis weit nach Nordafrika hinein abgeriegelt. Jenseits der Sahara entstehen riesige Lager, in denen Millionen von Flüchtlingen warten, warten, warten. So lange, dass man in derselben Zeit eigentlich auch zu Fuß gehen könnte, wäre das nicht der sichere Tod.

Als die deutsche Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das größte dieser Lager besucht, erkennt der junge Lionel die einmalige Gelegenheit: Mit 150.000 Flüchtlingen nutzt er die Aufmerksamkeit des Fernsehpublikums und bricht zum Marsch nach Europa auf. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Und während sich der Sender über Live-Berichterstattung mit Zuschauerrekorden und Werbemillionen freut, reagiert die deutsche Politik mit hilflosem Wegsehen, Kleinreden und Aussitzen. Doch je näher der Zug rückt, desto mehr ist Innenminister Joseph Leubl gefordert. Und desto dringlicher stellen sich ihm und den Deutschen zwei Fragen: Was kann man tun? Und in was für einem Land wollen wir eigentlich leben?

Timur Vermes‘ neuer Roman ist eine Gesellschaftssatire, aktuell, radikal, beklemmend und komisch zugleich und fängt dort an, wo der Spaß aufhört. Schon mit seinem Erstlingswerk ER IST WIEDER DA zeigte Vermes sein Können böse, realistisch und komisch zu schreiben. In seinem neuen Buch hat er das noch einmal getoppt.

Der 51-jährige Vermes kam in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn zur Welt, studierte im nehen Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter für die Abendzeitung, den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Mit seinem 2012 erschienener Roman "Er ist wieder da" gelang ihm eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte.

bei Amazon.de bestellen

(c) Magazin Frankfurt, 2018