Hasler, Mentona Moser - Tochter des Geldes

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Hasler, Tochter des Gweldes

(c) Nagel & Kimche

Die 1933 im zentralschweizer Kanton Glarus geborene Eveline Hasler lebt heute im Tessin. Nach dem Studium der Psychologie und Geschichte an der Universität Freiburg und in Paris arbeitete sie anschließend in St. Gallen als Lehrerin. Nach Kinder- und Jugendbüchern in den 1960er und 1970er-Jahren verfasste sie später zunehmend Lyrik und erzählerische Werke für Erwachsene, die meist Stoffe aus der Schweizer Geschichte behandeln. Oft wurde ihr Werk ausgezeichnet und bisher in zwölf Sprachen übersetzt. Bei Nagel & Kimche erschienen schon ihre Romane "Mit dem letzten Schiff" und "Stürmische Jahre" in denen sie historische Ereignisse und Personen aufgreift und sie in einer Mischung von Fakten und Fiktion zu spannenden Geschichten verwebt.

Als sie in den 1980er-Jahren in die DDR reist, hört sie durch die dort lebende Schriftstellerin Irmtraud Morgner erstmals den Namen Mentona Moser. Die aus unermesslich reichem Haus stammende Frau war eine Sozialrevolutionärin und frühe Feministin und hat die europäische Welt des 20. Jahrhunderts bewegt. Dann wurde sie vergessen.

Ein verwunschenes Schloss um 1900 am Zürichsee, eine einsame Kindheit, in der nur die Natur und manchmal die ältere Schwester Zuflucht boten. Der Vater, Heinrich Moser, war legendärer Uhrenfabrikant und Erbauer des Schaffhauser Staudamms und starb bereits als Mentona vier Tage alt war. Ihre Mutter gehörte zu Freuds ersten Hysterie-Patientinnen. Sie war kalt, gewalttätig und herrschsüchtig. Mentona, deren Wege sie nach London, Berlin und Moskau führten, wiedersetzte sich erst den Erwartungen der Mutter, später den vorgezeichneten Rollenbildern und Zumutungen der Zeit. Als Gründungsmitglied der kommunistischen Partei der Schweiz wurde sie eine Frau, deren Geschichte sich lohnt, erzählt zu werden. Eveline Hasler, mit ihrer wunderbaren Unmittelbarkeit des Erzählens, spürt diesem Ausnahmeleben einer Unbeugsamen nach und zeichnet ein eindringliches, intimes Porträt. Ein Platz im kollektiven Gedächtnis Europas ist Mentona Moser nun endlich gewiss.

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(c) Magazin Frankfurt, 2019