Iburg, Essen gegen das Vergessen

Iburg, Essen gegen das Vergessen

(c) Trias

Demenz lässt sich nicht verhindern und ist leider (noch) nicht heilbar. Dass manche Lebensmittel beim Denken helfen, wissen wir, aber dass einige unser Gehirn stärken und sogar vor Demenz schützen können, ist neu. Jetzt zeigen englische, amerikanische und skandinavische Studien, dass man mit einer „gehirn-gesunden“ Ernährung helfen kann, den Abbau der geistigen Fitness um bis zu sieben Jahre hinauszuzögern. Die Ökotrophologin Anne Iburg hat jetzt in ihrem neuen Anti-Demenz-Kochbuch aus dem Stuttgarter TRIAS Verlag auf Basis der aktuellen Studienlage ausgeschrieben und erklärt, welche Nährstoffe das Gehirn schützen. Dabei stellt sie sich die Frage: "Warum sollte man das Gehirn nicht einfach fit kochen?" und beantwortet sie gleich mit den passenden Rezepten.

Welche Lebensmittel sind es, die sich besonders gut auf unsere Hirngesundheit auswirken? Wie stellt man sie am besten zusammen? Diesen Fragen sind zahlreiche wissenschaftliche Studien nachgegangen. „Durch den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel können wir das Auftreten einer möglichen Demenz um mehrere Jahre hinauszögern“, erklärt Anne Iburg. So können beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren oder sekundäre Pflanzenstoffe den Alterungsprozess verlangsamen. Fünf Hände voll Obst und Gemüse sowie ausreichend Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sollte man täglich zu sich nehmen, um den Körper mit wichtigen Vitaminen,

Mineral- und Ballaststoffen zu versorgen. Dabei ist Fisch wichtig für die notwendige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. „Wer keinen Fisch mag, kann Rapsöl und Walnüsse verwenden, die den Körper ebenfalls mit Omega-3-Fettsäuren versorgen“, rät Iburg.

Ihre Empfehlungen sind dabei ausgesprochen lecker, denn sie kombiniert mediterrane Kost mit skandinavischer Ernährungsweise, setzt auf pflanzliche Öle und Fisch anstatt auf große Mengen an Fleisch, bevorzugt grünes Gemüse und Beerenfrüchte. Die Kost ist dadurch reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Und auch Genießer unter den von Demenz bedrohten können aufatmen, denn Iburg hat auch für sie eine gute Nachricht: Danke der Polyphenole sind auch ein tägliches Glas Rotwein oder ein Stück Bitterschokolade gesund fürs Gehirn.

Einen Rat kann die Ökotrophologin nicht oft genug geben: „Essen Sie möglichst frische, gesunde und wenig verarbeitete Lebensmittel." Auch viel Abwechslung auf dem Teller ist eine wichtige Empfehlung. Im Ratgeber finden sich neben vielen Rezepten auch eine Checkliste, mit der der Leser sein Essverhalten überprüfen kann, sowie ein Wochenplan, der hilft, Nahrungsmittel auszuwählen, die das Gehirn schützen. „Auch wenn Sie sich ‚nur‘ bei 80 Prozent der wöchentlichen Mahlzeiten an Ihre Checkliste halten haben, haben Sie Ihr Demenzrisiko gesenkt“, motiviert sie ihre Leser.


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(c) Magazin Frankfurt, 2018