von Schönburg, Die Kunst des lässigen Anstands

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von Schönburg, Die Kunst des lässigen Anstands

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Wir leben in einem Zeitalter der Rüpelhaftigkeit, Beliebigkeit und Selbstsucht. Überall gilt »ich zuerst«, alles ist erlaubt, jeder will sich selbst optimieren, so wird übertrumpft, gedrängelt, auf Facebook gepöbelt. Doch auf diese Weise wird unser Zusammenleben höchst unangenehm, und wir steuern geradewegs in den Untergang.

Alexander von Schönburg plädiert durchaus subjektiv für mehr Anstand, für Werte und Tugenden, die lange altmodisch erschienen und heute wieder aktuell sind. Dem »anything goes« der auf Selbsterfüllung, Vergnügen und Konsum getrimmten Gesellschaft stellt er die neue Ritterlichkeit gegenüber. Denn nobles Verhalten macht das Leben erst schön.

Der 49-jährige Autor lebt in Berlin mit seiner Familie ein Doppelleben als Journalist und gleichzeitiger Chef eines einst bedeutenden Adelsgeschlechts.

Der frühere Redakteur der FAZ und Chefredakteur von Park Avenue schreibt seit 2009 für BILD. Seine Bücher »Die Kunst des stilvollen Verarmens« (2005), »Das Lexikon der überflüssigen Dinge« (2006), »Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten« (2008), »Smalltalk« (2015) und »Weltgeschichte to go« (2016) waren Bestseller.

Felix von Manteuffel, der das Buch in einer gekürzten Lesung in rund zehneinhalb Stunden mit der angemessenen Eleganz und Lässigkeit liest. Doch es lohnt sich, einigen der Gedanken von Schönburgs wiederholt zu folgen.

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(c) Magazin Frankfurt, 2019