Grisham, Forderung

Grisham, Forderung

(c) Heyne

Ein neuer hochaktueller Roman aus der Feder von John Grisham über Profitgier, Betrug und Rache, in dem sich der Autor erneut als meisterhafter Erzähler offenbart.

Sie wollten die Welt verändern, als sie ihr Jurastudium aufnahmen. Doch jetzt stehen Zola, Todd und Mark kurz vor dem Examen und müssen sich eingestehen, dass sie einem Betrug aufgesessen sind. Die private Hochschule, an der sie studieren, bietet eine derart mittelmäßige Ausbildung, dass die drei das Examen nicht schaffen werden. Doch ohne Abschluss wird es schwierig sein, einen gut bezahlten Job zu finden. Und ohne Job werden sie die Schulden, die sich für die Zahlung der horrenden Studiengebühren angehäuft haben, nicht begleichen können. Aber vielleicht gibt es einen Ausweg. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, nicht nur dem Schuldenberg zu entkommen, sondern auch die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein geniales Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf.

Dass Grisham den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit zum zentralen Thema macht ist nicht neu, doch diesmal gelingt ihm hierbei eine spannende und sehr überraschende Wendung. Das Buch ist hochbrisant und man merkt Grisham an, dass er seine Geschichten gut recherchiert. Wer Blutopfer sucht, wird damit nicht befriedigt, aber wer einen Geschichte über den zu wenig sanktionierten Mord an der Moral als lesenswert ansieht, der wird hier fündig und findet Grisham glasklares Statement für ein gerechtes und faires Bildungssystem, das nicht die Reichen bevorzugt und auch die sozial Schwachen nicht im Regen stehen lässt. Wir konnten uns sofort für die Geschichte begeistern, in der Grisham seine Hauptdarsteller mit angenehmer frischer Chuzpe den Fehlentwicklungen im System Paroli bieten.

bei Amazon.de bestellen

(c) Magazin Frankfurt, 2019