Benesch, Faszination Japan

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Faszination Japan

(c) Keehrer

Im späten 19. Jahrhundert breitete sich von Paris aus die »Japomanie«–in ganz Europa aus, denn überall konnten sich in den intellekuellen Kreisen die menschen der westlichen Welt für die Ästhetik und die Bilderwelt des Fernen Ostens begeistern. Es war die Zeit, als Japan die selbstgewählte Isolation der Edo-Zeit seit dem frühen 17. Jahrhundert beendete und sich zur weltmacht entwickelte. Mit der Öffnung Japans kam auch die Kunst des Landes nach Übersee und damit auch nach Europa und so erkannten man bereits in den 1860er-Jahren den hohen künstlerischen Wert der japanischen Farbholzschnitte und anderer Alltagsgegenstände. Die Sehnsucht des Publikums nach der so unbekannten exotischen Kultur löste eine regelrechte Sammelwut für japanische Kunst aus. Vor allem die für die Entwicklungen sensiblen Künstler beginnen Japansiches zu sammeln und auch das fremdartige Formenvokabular in ihre eigene Bildsprache zu integrieren.

Monet, Manet, van Gogh und Degas sind die ersten, ihnen folgen jüngere wie Toulouse- Lautrec, Marc, Kandinsky und Bonnard. Bis zum 20. Januar 2019 hat man in einer Ausstellung im Kunstforum Wien Gemälde und Druckgrafik, aber auch Objekte und Möbel zusammengetragen, und zeigt diese zusammen mit einigen von der fernöstlichen Ästhetik beeinflusstenen Werken von Monet, Degas, Klimt und Toulouse-Lautrec, aber auch den Nabis und dem Blauen Reite. Rund 100 Exponate aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen geben dabei einen breiten Überblick über das Phänomen, das bis zum Beginn der Avantgarden präsent war.
Zur Austellung erschien ein Katalog, der dem Besucher und dem Leser einen einmaligen Überblick über die Faszination des Fremdartigen von den Anfängen bis weit nach der Jahrhundertwende vermittelt. MR

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(c) Magazin Frankfurt, 2019