Burgard, Ausgeträumt, Amerika?

Burgard, Ausgeträumt, Amerika?

(c) Rowohlt Polaris

Schon seine Promotion führte Jan Philipp Burgard - oder J.P. wie er sich in den USA schnell nannte, da man seinen Vornamen Jan immer wie den Frauennamen Jane aussprach, in die USA. Obamas Jahrhundertwahlkampf war damals das Forschungsgebiet des Politikwissenschaftlers. Als Nachfolger Ingo Zamperonis, der zurück in die ARD-Nachrichtenredaktion kam und dort die Tagesthemen moderiert kam er 2017 als US-Korrespondent und stellvertretender Leiter des Washingtoner Studios zurück in die USA, reiste in der Zwischenzeit mehr als ein Jahr lang kreuz und quer durch Amerika und spricht mit den Menschen. Wie leben sie einem Land, das mehr denn je gespalten ist zwischen Arm und Reich, Stadt- und Landbevölkerung, afroamerikanischen, lateinamerikanischen und weißen Bürgern?

Amerika ist ein Land voller Widersprüche.

Es kämpft mit Herausforderungen wie Armut, Rassismus, Strukturwandel und Klimawandel. Die Zukunftsängste wachsen. Burgard will wissen, wie es den Menschen jenseits der politischen Klasse geht. Er hört sich um bei den Hillbillys in West Virginia, entlang der Route 66, in Las Vegas und in Silicon Valley. Er trifft Cowboy-Kids in Texas, einen Sheriff an der Grenze zu Mexiko, Arbeiter in Kentucky, Umweltaktivisten in Alaska, Politiker und Journalisten in Washington. Ist der amerikanische Traum ausgeträumt, oder gibt es ihn noch irgendwo? Burgards mitfühlende Reportagen aus dem ewigen Eis Alaskas bis in die Wüste Arizonas, von den Bergen Montanas bis an die Strände Kaliforniens machen ein Land wieder fassbar, das uns immer fremder geworden ist.


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(c) Magazin Frankfurt, 2020