Fischer, Über das Strafen

Fischer, Über as Strafen

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Wie passend, zwei Bücher über die Justiz zur selben Zeit: Der Zwickauer Amtsrichter Stephan Zankte und Thomas Fischer, der frühere Vorsitzende Richter des Bundesgerichtshofs. Streitbar sind sie beide, doch während Zankte eher den Wutbürger gibt, der sich in seiner sächsischen Wahlheimat gut eingelebt hat und bei kriminellen Ausländern auch gerne mal ein schärferes Urteil fällt, ist Thomas Fischer zwar ebenfalls zum Zorn fähig und man merkt dies seinen Büchern und Zeitungsartikeln auch an, doch ist er eher der Rechtswissenschaftler, der die Justiz und ihre Anwendung hinterfragt - zum Beispiel in seiner zwischenzeitlich leider eingestellten lesenswerten Zeit Online-Kolumne "Fischer im Recht", die später auch als Buch auf den Markt kam.

In seinem neuen Buch fragt sich Fischer: Was ist eine gerechte Strafe? Gibt es sie überhaupt? Für den leidenschaftlichen und wortmächtigen Strafjuristen geht es um das, was unsere Gesellschaft zusammenhält: Ein selbstgegebenes Regelwerk, unser Rechtssystem, das von vielen Bedingungen abhängt und in ständiger Bewegung ist. Wie kein anderes Rechtsgebiet steht das Strafrecht im Fokus öffentlichen Interesses. Als Grundlage staatlichen Handelns verspricht es Sicherheit; aber es ist auch ein Ort, an dem grundlegende Fragen des gesellschaftlichen Lebens, der Freiheitsspielräume und der Verantwortung verhandelt und besprochen werden. Fischers These: Strafrecht ist Kommunikation und Gewalt. Keiner kennt seine Entwicklung besser als der weit über seine Fachkreise hinaus bekannte frühere Bundesrichter.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018