Manneke, Guter Hirte - Braune Wölfe

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Manneke, Guter Hirte - Braune Wölfe

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Der 65-jährige Theologe Wilfried Manneke war einige Jahre Auslandspfarrer in Südafrika, bevor er 1986 als Gemeindepfarrer in das kleine Heidestädtchen Unterlüß zog, wo er sich neben seinem Gemeindedienst dem Engagement gegen Rechts widmet, für das er im vergangenen Jahr vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet wurde.

So malerisch die Lüneburger Heide und seine Dörfer ist, unproblematisch ist es auch auf dem Land nicht. Manneke weiß das aus eigener Erfahrung, als eines Tags gegen Mitternacht ein Molotow-Cocktail gegen die Hauswand des Pfarrhauses fliegt und nur knapp das Küchenfenster verfehlt. Unbekannte kleben Hakenkreuze an seine Kirchentür, man hört wieder "Juden raus"-Rufe vor dem Haus und auch per E-Mail und auf Facebook haben die Drohungen zugenommen...

Sind Städte wie Frankfurt am Main mit ihrer gut ausgebildeten Bevölkerung für die rechten Parteien (noch) nicht so leicht zu knacken, weil ihren Aktionen lautstark Paroli geboten wird, so gilt das nicht für ländliche Regionen, besonders im Osten Deutschlands, die sich von der Entwicklung abgekoppelt fühlen.

Bei der Bundestagswahl 2017 konnte die AfD vor allem Stimmen von Nichtwählern und früheren CDU-Wählern für sich gewinnen. In den östlichen Bundesländern und dem Osten Berlins kam sie auf 21,5 Prozent und wurde in Sachsen mit 27 Prozent vor der CDU zur stärksten Kraft.

"Wir erobern die Städte vom Lande aus" lautet die Parole der extremen Rechten. Das kannte Manneke noch aus seiner Zeit im südafrikanischen Apartheidsregime. Er will deshalb hier nicht tatenlos zusehen, mobilisiert Behörden, organisiert Mahnwachen, Proteste und Gegenveranstaltungen – aller rechten Gewalt zum Trotz. Sein Buch soll ein Weckruf sein, ein brennender Appell, nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern sich zu engagieren und sich dem Hass der AfD und der noch weiter rechts stehenden Feinde der Demokratie entgegenzustellen. In der Südheide, in Sachsen, in Frankfurt am Main – wo immer er aufkommt.

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(c) Magazin Frankfurt, 2019