Michelin,Main Cities of Europe 2018

Michelin 2018 Main Cities of Europe

(c) Michelin

Nicht jedes Land hat das Glück wie Deutschland, Italien, Frankreich und die Schweiz einen eigenen Führer zu den gastronomischen Topadressen zu bekommen. Österreich hatte darunter besonders zu leiden, da man schon vor 15 Jahren auf einen eigenen Führer verzichtete, was für einige Topadressen wie Johanna Maier oder die Brüder Obauers in den Feriendestinationen das Sterne-Aus bedeutete. Oft sind mehrere Länder zusammengefasst wie die Benelux-Staaten, die Iberische Halbinsel oder Skandinavien. Doch manchmal fallen sie ganz durchs Raster der Gourmettester - zumindest bei Restaurants, die nicht in oder um die Metropolen dieser Länder liegen. Dann haben sie nämlich die Chance im Guide Michelin „Main Cities of Europe 2018“ Aufnahme zu finden, der jetzt bereits zum 37.mal erschienen ist. Es sind meist die Hauptstädte der Länder mit guter Küche, aber in einigen Fällen sind auch andere wichtige Hotspots enthalten. Hier die Liste der Länder und Orte: Belgien (Brüssel und Antwerpen, Dänemark (Kopenhagen und Aarhus), Deutschland (Berlin, Hamburg und München), Finnland (Helsinki), Frankreich (Paris und Lyon), Griechenland (Athen), Großbritannien (London, Birmingham und Edinburgh), Irland (Dublin), Italien (Rom und Mailand), Luxemburg mit seiner Hauptstadt, die Niederlande (Amsterdam und Rotterdam), Norwegen (Oslo), Österreich (Wien und Salzburg), Polen (Warschau und Krakau), Portugal (Lissabon), Schweden (Stockholm, Göteborg und Malmö), die Schweiz (Bern, Genf und Zürich) Spanien (Madrid und Barcelona), Tschechien (Prag) und Ungarn (Budapest).

Bei einer Gala in Budapest wurden die neuen Sterne vergeben, denn dort hatte man mit dem Onyx (Ádám Mészáros) jetzt das erste 2-Sterne-Restaurant des Landes ausgezeichnet. Für die ungarische Hauptstadt ist es das erste 2-Sterne-Restaurant überhaupt. Auch das einige Kilometer donauaufwärts liegende Wien kann sich über ein neues 2-Sterne-Restaurant freuen, nachdem man das Konstantin Filippou des gleichnamigen Inhabers und Küchenchefs um einen Stern hochstufte. Gleich vier Restaurants wurden dort in die Riege der Sternerestaurants ausgenommen: Blue Mustard (V. Gruber-Kalteis & A. Haumer), Das Loft (Anton Gschwendtner), Pramerl & the Wolf (Wolfgang Zankl-Sertl) und das SHIKI (Alois Traint). Damit blieb die Hoffnung der Österreicher auf ein Drei-Sterne-Restaurant weiter unerfüllt, auch wenn sich das „Steirereck“ mit Heinz Reitmeier gute Chancen ausgerechnet hatte.

Neu in die Spitzengruppe der 3-Sterne-Restaurants kam das Atelier im Bayerischen Hof in München, das exzellente ABaC mit Jordi Cruz, das Stockholmer Frantzén und mit The Araki in London ein erstklassiges aber hochpreisiges Sushi-Lokal. Insgesamt können Reisende in den europäischen Metropolen jetzt in 23 3-Sterne-Restaurants einkehren. Noch stärker war der Anstieg bei den 2-Sterne-Lokalen, die um 11 Prozent auf 90 zunahmen und bei den 1-Sterne-Restaurants, die gleich 58 Neuzugänge verzeichnen konnten. Der Guide in englischer Sprache richtet sich primär an genussfreudige Geschäftsreisende.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018