Marzano, Die unbewegliche Kirche

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Marzano, Die unbewegliche Kirche

(c) Herder

Oft fällt es schwer traditionsreiche Firmen und Institutionen umzugestalten, denn oft haben die Tausende bis Zigtausende, die sich darin bereits eingenistet haben, eigene Interessen und tragen Veränderungen nur dann schnell mit und weiter, wen diese auch die ihren sind. Trotz Weisungsbefugnis stößt man da schnell an Grenzen und ein zu abrupt empfundener Wechsel wird gegebenenfalls institutionell ausgebremst.

Die katholische Kirche und ihr Headquarter, der Vatikan, sind dafür ein exzellentes Beispiel. Die momentane Diskussion über jahrzehntelangen Missbrauch von Verantwortlichender Kirche und die unbefriedigenden Reaktionen aus Rom und von den nationalen Schaltzentralen lassen Zweifel aufkommen, ob eine rigorose Verfolgung von den massgeblichen Vertretern wirklich gewünscht ist. Große Möglichkeit der Einflussnahme von Außen gibt es nicht, denn alle verantwortlichen Posten und Positionen werden, auch wenn sie vom Steuerzahler bezahlt werden, vom inneren Zirkel vergeben, der aus den eigenen Reihensein Oberhaupt, den Papst, wählt. Kann und will also Franziskus überhaupt etwas ausrichten oder verhindert eine unbewegliche Kirche die Revoilution von Innnen?

Marco Marzano kennt die katholische Kirche genau.

Der 55-jährige Professor für Soziologie an der Universität Bergamo hat in den letzten Jahren mehrere Bücher über die katholische Kirche und die Päpste verfasst und gilt als einer der besten Kenner des Vatikans. In seinem neuen Buch beschreibt er die schwere Krise, die die Kirche derzeit durchlebt und die scheinbare Handlungsunfähigkeit von Papst Franziskus, der den Menschen lange als Hoffnungsträger galt. Die genaue Analyse der Lage der Kirche und des »Mythos Franziskus« beweist, dass es zwar Erfolge gibt, doch sich insgesamt eher das Bild einer bewegungslosen Kirche abzeichnet. "In den fünf Jahren seines Pontifikats hat Franziskus keine einzige Reform durchgesetzt" beklagt Marzano. Er nennt dafür zahlreiche Gründe: Franziskus sei kein Liberaler, sondern ein Konservativer und zudem sehr sprunghaft. Zugleich deckt der Autor Strukturen und Feinde auf, die den Papst an Reformen hindern. Er beschreibt ein Geflecht aus Intrigen. Das Buch ist unverzichtbar für jeden, der verstehen will, was der Papst wirklich plant und warum sich die Kirche nicht endlich bewegt.

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(c) Magazin Frankfurt, 2019