Berners-Lee, Es gibt keinen Planet B

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Berners-Lee, Es gibt keinen Planet B

(c) Midas

Der 64-jährige Sir Timothy John Berners-Lee ist als Erfinder der HTML und es World Wide Webs eine Ikone des Internets. Sein Bruder Mike wurde Ökologe und erforscht seit Jahren den Klimawandel. Erst durch die Aktivitäten junger Menschen, die ihre Zukunft in Gefahr sehen und die am Freitag statt zur Schule zu gehen sich als Demonstranten für ihres Zukunft einsetzen, ist das Thema verstärkt in den Medien gelandet.

Mike Berners-Lee findet das gut, denn er sieht selbst, dass die meisten Forscher nur jahrzehntelang freundlich um eine Veränderung gebeten haben, ohne dass man davon abgelassen hat auf den heutigen Notzustand zuzusteuern. Ob der Protest zu spät kommt und ob wir noch Zeit haben, um den Klimawandel aufzuhalten, weiß auch er nicht genau. Er befürchtet zwar unabdingbare drastische Konsequenzen für die Menschheit, hofft aber, dass es noch nicht zu spät ist, wenn wir jetzt sehr energisch handeln. Er sieht dann sogar eine Verbesserung, wenn die Luft sauberer wäre und wir mehr Zeit mit Dingen verbringen, die für uns und den Planeten von Wert sind. Notwendig dafür sei aber eine Änderung der Bemessungsmaßstäbe, wie dem Bruttoinlandsprodukt.

Doch kann die Bedrohung durch den Klimawandel Anlass für einen massiven Wandel sein? Wenn wir nichts tun, werden wir schon sehr bald in große Schwierigkeiten geraten. Berners-Lee sieht die Chance für einen Wendepunkt sehr nahe, wenn die Protestanten andere respektvoll motivieren, auf der Wahrheit beharren und ihre Bemühungen mit den besten Menschen aus Politik und Wirtschaft vereinen.

Mike Berners-Lees Überlebensplan für die Menschheit. Klimawandel, Welternährung, Biodiversität, Plastikmüll - die Liste der akuten Weltprobleme scheint endlos. Doch was ist am dringendsten, was bringt uns wirklichen Lösungen näher? Wie können wir den CO2-Ausstoß nachhaltig minimieren? Sollten wir alle Vegetarier werden? Wie können wir die Kontrolle über die rasante technogische Entwicklung behalten? Und vor allem: Was kann jeder Einzelne konkret tun?

Leider ist der Klimawandel nicht unser einziges Problem. Mancher fühlt sich schon jetzt von der Fülle der Probleme überwältigt. Berners-Lee sieht eines der Hauptprobleme darin, dass der Mensch als Spezies zu mächtig geworden ist und damit das Klima negativ beeinflusst, ohne zu wissen, was er dagegen tun kann.

Er sieht sein Buch nicht als Kassandra-Buch, sondern als ebenso umfassendes wie unterhaltsam geschriebenes Handbuch und Schritt-für-Schritt-Anleitung eines Experten, der über die drängendsten Probleme der Menschheit seit Jahren wissenschaftlich forscht, diese substanziell analysiert hat und nun erstmals konkrete und gangbare Lösungswege aufzeigt. Untermauert von belegten Fakten und Analysen, liefert Mike Berners-Lee ein wirklich umfassendes Bild der großen Herausforderungen unserer Zeit in Umwelt-, Wirtschafts- und Gesellschaftsfragen. Dabei geht er den Ursachen dieser Probleme auf den Grund, hinterfragt konsequent unsere Lebens- und Denkweisen und eröffnet den Blick auf Lösungen, zu denen jeder einzelne von uns konkret und sofort beitragen kann.

„Wenn wir alle auf unterschiedliche Weise auf einem Wandel beharren, dann denke ich, dass er in kurzer Zeit möglich ist“ sagt er. Doch was kann der Einzelne tun? „Nachhaltiger leben!“ Bei der Nahrung sollten wir weniger Fleisch und Molkereiprodukte zu uns nehmen, nichts verschwenden, beim Einkauf auf Regionalität achten. Aber auch beim Energieverbrauch daheim kann man stärker auf Effizienz achten und das Auto mal stehen lassen oder es statt gegen einen SUV gegen ein kleines Modell austauschen. Wir brauchen alternative Transporte. Wenn möglich sollte man elektrisch fahren und aufs Flugzeug verzichten. „Wenn wir alle auf unterschiedliche Weise auf einem Wandel beharren, dann denke ich, dass er in kurzer Zeit möglich ist.“

Viele Bequeme fragen sich, ob das Verhalten des Einzelnen überhaupt etwas ausmacht. Es ist unmöglich, allein etwas zu verändern. Nur wenn viele ihr Leben zum Besseren verändern, wird es für andere einfacher, es ihnen gleichzutun. Berners-Lee möchte einen Vorbildcharakter anerziehen, bei dem unsere Fleischverzicht dazu führt, dass auch unsere Freunde sich besser fühlen, wenn sie kein Fleisch mehr essen. Bin ich ein Zyniker, wenn ich daran zweifle? Derzeit haben die besten Menschen weltweit leider keine gute Position in einer durch und durch korrupten Wirtschaft und Politik, die nur auf den schnellen Profit einiger weniger ausgerichtet ist, denen die Welt am Allerwertesten vorbeigeht.

Mike Berners-Lee, Es gibt keinen Planeten B - Das Handbuch für die großen Herausforderungen unserer Zeit, Midas Verlag, Hardcover, 320 Seiten, ISBN 978-3038765301, 25 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2020