Jarisch, Histamin Intoleranz

Jarisch, Histaminintoleranz

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Wer unter Histaminintoleranz (HIT) leidet, kann nach dem Verzehr bestimmter Obstsorten wie Erdbeeren, Kiwis und Bananen mit allergieähnlichen Symptomen reagieren. Histamin steckt in vielen Lebensmitteln wie reifem Käse, Fischkonserven, Sauerkraut und Hefeextrakt. Die Symptome einer Histaminintoleranz sind meist sehr vielfältig. Während einige Patienten nur einzelne Beschwerden wie eine Hautrötung mit Juckreiz zeigen, die auch schon unangenehm sind, machen sich bei anderen auch Symptomen in diversen Regionen des Körpers bemerkbar. Der Grund dafür liegt an den vielfältigen Andocksteller oder Rezeptoren der verschiedensten Zellen und Organe für Histamin. So können zum Beispiel glatte Muskelzellen in der Magen- und Darmwand, in den Bronchien und der Gebärmutter oder in den Blutgefäßwänden betroffen sein, wie Drüsen, Nerven oder Mastzellen. Der Körper reagiert dann auf die Intoleranz mit Unverträglichkeitsreaktionen. Das große Problem beim Histamin ist, das es natürlicherweise im Körper vorkommt und auch in vielen Lebensmitteln steckt. Meist sind es Frauen, die von Symptomen wie Quaddeln auf der Haut, Juckreiz, Kopfschmerzen und Beschwerden des Magen-Darm-Trakts betroffen sind, meist auch im mittleren Alter.

Unübersehbar spielt Histamin als Entzündungs-Mediator bei allergischen Reaktionen, wie Heuschnupfen, Asthma und Nesselsucht eine entscheidende Rolle. In der Nahrung ist das biogene Amin weit verbreitet und kann zu Histamin-Intoleranz führen.

Darunter leiden in unserer Wohlstandsgesellschaft immer mehr Menschen. Aber auch das Mastzell-Aktivierungs-Syndrom (MCAS) und die Mastozytose als Erkrankungen die mit Histamin zusammenhängen, sind weltweit auf dem Vormarsch.

Der Österreicher Reinhart Jarisch arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Allergologie und war als Doyen der österreichischen Allergologen bis zum Jahr 2010 Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums in Wien. Jarisch gilt als führender Experte und Erstbeschreiber der HIT. In seinem neuen handlichen Fachbuch hat der Pionier auf dem Gebiet der Histamin-Forschung die Erkenntnisse jahrzehntelanger Arbeit erneut zusammengefasst und beschreibt als Herausgeber zusammen mit einer Gruppe von Experten aus dem Fachbereich die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich und spannend. Für Betroffene und ihre Angehörigen beleuchtet er dabei auch bislang wenig bekannte Zusammenhänge zur Seekrankheit und zur Schwangerschaftsübelkeit und bietet praktischen Rat und Hilfe für ein beschwerdefreies Leben.

Prof. Reinhart Jarisch (Hrg.), Histaminitoleranz - Ursachen, Symptome, Behandlung: Alles für ein beschwerdefreies Leben. Vom Entdecker der HIT,TRIAS, Broschur, 160 Seiten, ISBN 978-3432114460, 26,99 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2021