Salzwedel/Madani, Wurzelgemüse

Salzwedel/Madani, Wurzelgemüse

(c) Thorbecke

Als Wurzelgemüse bezeichnet man küchensprachlich essbare, nährstoffreiche Speicherwurzeln, die Rüben ausbilden. Die Palette ist breit und wohlvertraut, denn auch die Kartoffel gehört dazu, von der weltweit jährlich rund 376 Millionen Tonnen geerntet werden und sie damit zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel der Welt macht.

Aber auch andere Wurzelgemüse wie Sellerie, Rote Bete, Karotte oder Pastinake gehören zu den typischen Wintergemüsen. Ihr großer Vorteil: sie sind lange haltbar. Unsere Winterküche bereichern sie mit ihren wunderbar erdigen oder knackig-frischen Aromen. In dem spannenden Band finden sich neben auch die anderen Vertretern des Wurzelgemüses, neue herzhafte und sogar süße vegane und vegetarische Rezepte mit sowohl bekannten aber auch fast vergessenen Wurzelgemüsesorten. Rezept-Klassiker mit neuem Dreh sorgen dafür, dass uns in diesem Jahr die Gemüseküche nie langweilig wird. Aber wir raten gleich am Anfang: Passen Sie auf mit den Mengen.

Kathrin Salzwedel und Ramin Madani, die mit ihren Zwerghühnern am Rande des Nordschwarzwaldes leben, haben aus ihrer Leidenschaft für das Fotografieren und Backen den Food-Blog »klaraslife« gestartet. Kathrins liebster Platz ist die Küche, in der sie fast täglich neue Rezepte entwickelt. Beruflich ist Kathrin als Foodstylistin tätig. Ihre Energie tankt sie beim Wandern in der Natur. Mit dem gleichnamigen Klaraslife haben sie bereits einen Band über vegane und vegetarische Wohlfühlgerichte herausgebracht. Der neue Band scheint das perfekte Buch für Abonnenten von Gemüsekisten zu sein, die nach passenden Rezepten für die teils ungewohnten Lieferungen sind.

Aber auch der klassische Freund der veganen und vegetarischen Küche wird sich freuen, leckere »Klassiker« und Rezepte zu alten Gemüsesorten wie Schwarzwurzel, Topinambur, Steckrübe zu finden. Daneben gibt der Band Infos zu Anbau, Ernte, Saison und den Inhaltsstoffen.

Seien Sie allerdings bei der Zubereitung eher etwas vorsichtig bei den Mengen der Zutaten, die uns vielfach etwas willkürlich und überhöht erscheinen. Bei einigen der Rezepte sind die angegebenen Mengen wohl deutlich zu hoch für normale Esser - aber wir kennen die Essgewohnheiten der Autoren nicht. So werden zum Beispiel beim "Fenchelsalat mit Apfel und Rosinen" für zwei Personen als Zutaten 750 Gramm Fenchel (das sind drei Durchschnitts-Knollen), ein Apfel und 40 Gramm Rosinen genannt. Das erscheint uns zu hoch - maximal 2/3 des Fenchels sollte ausreichen. Auch bei den "Kohlrabi-Piroschkis" als Vorspeise für vier Personen waren wir verwundert, da die Autoren für den Teig 590 g Butter verwendet wollen, was sie - weit vor Mehl und Schmand - zu dessen Hauptzutat macht. Wir haben es mit diesen Mengen nicht nachgekocht, bezweifeln aber, dass man damit eine vernünftige Konsistenz hingekommt und würden eher 59 Gramm empfehlen ;-). Hier wurde entweder bei der Rezepterstellung oder beim Redigieren nicht ausreichend auf Nachkochbarkeit geachtet.

Kathrin Salzwedel/Ramin Madani, Wurzelgemüse - Vegane und vegetarische Rezepte für kalte Tage, Thorbecke, Hardcover, 232 Seiten, ISBN 978-3799515238, 28 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2021