Lüders, Lass Gott aus dem Spiel

Lüders, Lass Gott aus dem Spiel

(c) Westend Verlag

Der neue Frankfurt-Thriller mit dem Journalist Mitch Berger. Autor Harald Lüders kennts sich aus in dem Metier, denn schließlich hat er mehr als 30 Jahre lang als Reporter, Redakteur und Autor fürs Fernsehen gearbeitet – zuletzt als Redaktionsleiter Reportage beim ZDF. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er sich journalistisch immer wieder mit Geheimdiensten, Rechtsradikalen und den Fragen der Integration beschäftigt und für seine Arbeit Auszeichnungen wie den Grimme-Preis und das Certificate of Special Merit der Academy of Motion Picture Arts and Sciences im Los Angeles erhalten. In dem inzwischen dritten Thriller um seinen fiktiven Kollegen Mitch Becker führt er den Leser ins für seine Integrationsprobleme bekannte Frankfurter Bahnhofsviertel. Drogen, Prostitution und die immer heißer werdenden Immobilienspekulationen bilden den Hintergrund dieses schonungslosen Thrillers.

Der Anfang kommt uns durch diverse Geschichten der vergangenen Jahre leider bekannt vor:

„Um 17:35 befestigt ein schwarz gekleideter Mann, das Gesicht hinter einer Sturmmaske verborgen, mit ruhigen und präzisen Handgriffen eine Kamera an einem Kopfgurt. Er tippt einen Code in sein Handy, stellt damit eine Bluetooth-Verbindung zur Kamera her. Er wählt einen YouTube-Kanal an, der zu Liveübertragungen berechtigt ist. Um 17:39 zieht er ein G36-Sturmgewehr von Heckler & Koch aus einer schwarzen Lederhülle. Um 17:43, als der Ruf zum Gebet ertönt, aktiviert der Mann den YouTube-Kanal und geht auf Sendung.“ Bald fragt man sich, wer hinter diesem Anschlag steht, der Frankfurt erschüttert. Ein blutiges Verwirrspiel beginnt. Für Mitch Berger ist es gut, dass ihn diesmal Hauptkommissarin Canan Aydin unterstützt.

Harald Lüders, Lass Gott aus dem Spiel, Westend-Verlag, Broschur, 330 Seiten, ISBN 978-3864893056, 16,95 Euro

(c) Magazin Frankfurt, 2021