Thurner, Die Zerbrechlichkeit der Welt

Rosig sind die Zukunftsaussichten heutzutage wirklich nicht: Der Klimawandel schreitet voran, die Gesellschaft ist tief gespalten und der Wirtschaft droht ein Kollaps verheerenden Ausmaßes. Der Komplexitätsforscher Stefan Thurner, Berater der österreichischen Bundesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Krise, zeigt anhand der Wissenschaft Komplexer Systeme, wie zerbrechlich die Welt geworden ist und wie wir sie mit Hilfe von Wissenschaft und Big Data doch noch zur besten aller Zeiten machen können.

Der 51-jährige Universitätsprofessor Stefan Thurner aus Tirol ist Physiker und Ökonom und lehrt seit 2009 als die Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien. Seit 2015 leitet er den Complexity Science Hub Vienna (CSH). Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zeichnete ihn als österreichischen Wissenschaftler des Jahres 2017 aus.

In komplexen Systemen können kleine Ereignisse unvorhersehbare Auswirkungen haben. Komplexitätsforscher wie Stefan Thurner versuchen sie zu verstehen, denn Pandemien, Klimaerhitzung und Wirtschaftskrisen haben etwas gemeinsam, was man meist nicht bedenkt:

Es sind alles sogenannte komplexe Systeme, die man nur schwer erfassen kann. Schon die kleinste Veränderung kann riesige Auswirkungen haben. Sie erinnern sich vielleicht an den Flügelschlag des Schmetterlings aus der Chaostheorie. Komplexitätsforscher versuchen diese Systeme mithilfe von Daten und angewandter Mathematik zu verstehen. Thurner erzählt in einem spannenden Podcast wie komplexe Systeme aufgebaut sind, wie man sie verstehen und im Idealfall Prognosen für die Zukunft erstellen kann. So kann man Kipppunkte im Weltklima erkennen oder sich besser als bisher auf Pandemien vorbereiten. Mit seiner Corona-Ampel sorgte Thurner kürzlich in Österreich für Aufsehen, da diese im Gegensatz zur Regierungsampel nur drei Farben kennt und algorithmisch geschaltet wird.

Stefan Thurner, Die Zerbrechlichkeit der Welt - Kollpas oder Wende - Wir haben es in der Hand, edition a, Hardcover, 272 Seiten, ISBN 978-3990014288, 24 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2021