Battle of the Sexes -Gegen jede Regel

Battle of the Sexes - Gegen jede Regel

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Im Jahr 1973 befindet sich die 29-jährige Profi-Tennisspielerin Billie Jean King (Emma Stone) als Nummer 1 der Weltrangliste auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere. Doch die zahlreichen Turniersiege und der Ruhm sind nicht alles für sie, denn King, die weit mehr als nur Freundschaft für ihre Vertraute Marilyn Barnett (Andrea Riseborough) empfindet, setzt sich außerdem mit Vehemenz für die Gleichberechtigung der Frau ein. Der 25 Jahre ältere Tennisprofi Bobby Riggs (Steve Carell) hingegen hat seine besten Jahre, als er 1939 die Weltrangliste anführte, schon lange hinter sich und kämpft außerdem mit seiner Spielsucht. Jetzt möchte es der ehemalige Champion möchte es noch einmal wissen und den Ruhm alter Tage wieder aufleben lassen. Dazu ist er sogar bereit, seine ganze Reputation aufs Spiel zu setzen. In der Öffentlichkeit vertritt er bezüglich der Geschlechterdebatte die entgegensetzte Meinung zu der von King und so kommt es zum unvermeidlichen Zusammenprall in einem Tennismatch der Geschlechter, das als „Battle Of The Sexes“ in die Geschichte eingehen soll. Während er im Mai 1973 die damals 30-jährige Margaret Court, die King in diesem Jahr an der Spitze der Weltrangliste folgte und die nach wie vor die Liste der Grand-Slam Siege im Dameneinzel vor Serena Williams und Steffi Graf führt, souverän mit 6:2 und 6:1 schlägte, ein Spiel, dass als Muttertagsmassaaker in die Tennisgeschichte einging, verliert er das im September stattfindende zweite Spiel gegen Billie Jean King. Über das Ergebnis gab es hinterher einiges Gemunkel.

Der Film passt zu der schon lange in Hollywood tobenden Diskussion um die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Emma Stone war darin bei den Frauen Führerin der Geldrangliste, doch verglichen mit ihren männlichen Kollegen landet sie gerade mal auf Platz 15. Im Tennis hat man schon 2007 in Wimbledon als letztem, traditionsreichsten und berühmtesten Turnier der Welt reagiert und für beide das gleiche Preisgeld ausgelobt. Angefangen hatte dieser Kampf um gleichen Lohn schon ein Dritteljahrhundert früher und die Regisseure Jonathan Dayton und Valerie Faris haben dies in der tragikomischen Verfilmung mit viel Gespür für den Zeitgeist nacherzählt. Das „Duell der Geschlechter“ war ein Meilenstein in der Anerkennung des Damentennis und ein feinfühliges Zeitporträt. Der dabei als eine Art Jahrmarktveranstaltung angekündigte Schaukampf zwischen Mann und Frau wird zum historischen Motor der Feminismus-Bewegung, was die Regisseure unterhaltsam präsentieren.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018