Das Löwenmädchen

Das Löwenmädchen

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In einer norwegischen Perovinzstadt kommt im Winter 1912 die kleine Eva (Aurora Lindseth Løkka) zur Welt. Das kleine Mädchen ist etwas ganz Besonderes, denn sein Körper ist von oben bis unten mit blonden Haaren bedeckt – für die Wissenschaftler der damaligen Zeit machtsie daszu einem kuriosen und interessanten Einzelfall. Doch Evas Leben beginnt mit einer Tragödie, denn ihre Mutter stirbt bei ihrer Geburt und ihr Vater, der Stationsmeister Gustav Arctander (Rolf Lassgård), ist völlig von der Situation mit dem Mädchen überfordert und holt deswegen das fröhliche Kindermädchen Hannah (Kjersti Tveteras) ins Haus. Von der Außenwelt abgeschottet und versteckt gehalten, erschafft sich Eva ihre ganz eigene Welt und wächst so zur Teenagerin (Mathilde Thomine Storm) heran, die eines Tages all ihren Mut zusammennimmt und beschließt, nicht mehr wie in Gefangenschaft zu leben, sondern nach draußen zu gehen – dahin, wo sie jeder sehen kann…

Der Film basiert auf dem Buch des Norwegers Erik Fosnes Hansen (Choral am Ende der Reise), der bis uns 2008 erschien. Regisseurin Vibeke Idsøe gelingt daraus ein einfühlsames Porträt einer von der Natur mit einer existenziellen Einsamkeit geschlagenen jungen Frau, die ihren Weg gehen will, ohne allerdings den hintergründigen Humor der Romanvorlage umsetzen zu können. Das Zusammentreffen mit der Welt der Unbehaarten bringt für Eva auch schmerzhafte Erfahrungen, denn auch Erwachsene möchten Eva gerne für ihre Zwecke missbrauchen. Schließlich sieht die Halbwüchsige in einem Zirkus der menschlichen Kuriositäten eine Chance zum Überleben. Summa summarum ist die Romanverfilmung über das Schicksal eines am ganzen Körper stark behaarten Mädchens sensibel gespielt und empathisch inszeniert, hält allerdings stark an konventionellen Erzählmustern fest. Der Film kommt am 27. Februar 2018 als DVD in den Handel.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018