Die Spur

Die Spur

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In einem kleinen, abgelegenen Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze geschehen grausamen Morde. Die Opfer sind allesamt Männer sowie begeisterte Jäger und in der Nähe ihrer Leichen findet man Spuren von wilden Tieren. Rächt sich die Natur also an ihnen und die Männer wurden von dem Wild getötet, das sie sonst jagen? Oder ist ein Mensch für die Taten verantwortlich? Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln, hat aber bald die exzentrische Einzelgängerin Janina Duszejko (Agnieszka Mandat) im Visier, die sich als strikte Vegetarierin des Öfteren über das ignorante Verhalten der Männer im Ort beschwert und die Jäger der Gemeinde außerdem in Verdacht hat, für das plötzliche Verschwinden ihrer geliebten Hunde verantwortlich zu sein. Die pensionierte Ingenieurin beginnt, ihre eigenen Nachforschungen über die Tode anzustellen…

Blätter eines Jagdkalenders leiten die Kapitel des polnischen Wettbewerbsbeitrags zur Berlinale von Agnieszka Holland ein. Dort wird nicht nur der Monat gezeigt, auch das zum Abschuss erlaubte Wild. In dem Film werden Wildschweine, Rehe und Füchse so lange gemeuchelt, bis eine Reaktion erfolgt. Ein außergewöhnlicher Serienmörder-Film, denn anders als sonst wird es immer erfreulicher, je mehr Täter verschwinden. Gerade in Zeiten der Diskussion über die Rechte der Natur und der Tiere ein provokanter Ansatz. Ein verschneiter Thriller, der auch aus Skandinavien stammen könnte.

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(c) Magazin Frankfurt, 2018