Schokoladiges aus der Bio-Suppenküche

Schokosuppe

(c) Little Lunch

Unglaublich.... schokoladig, cremig und lecker: Egal ob als Trinkschokolade, als Soße zu Crêpes oder einfach pur gelöffelt als Glücklichmacher für Zwischendurch – diese süße Versuchung passt immer. Wir hatten zuvor schon einmal die leckere und extren scharfe Ultimato-Tomatensuppe probiert. Jetzt überrascht uns das Augsburger Unternehmen Little Lunch mit dieser süßen Schokoladensuppe, die man übrigens auch kalt genießen kann. Ideal für die Wintertage und als Geschenk an deine Liebsten ist sie kalt und warm ein Genuss. Eigentlich ist sie ja nur als limitierte Sonderedition für kurze Zeit erhältlich, aber sie hat auch das Zeug als Dauerbrenner.

Die Marktführer bei den Bio-Suppen

Daniel und Denis sind davon überzeugt, dass sie die beste Biosuppe herstellen, den dank ihres besonders hohen Gemüseanteils machen ihre Biosuppen angenehm satt – ohne das anschließende Nachmittags-Tief. Viele der Suppenkreationen sind vegan und glutenfrei und verzichten bei der Herstellung auf den Zusatz künstlicher Inhaltsstoffe, Konservierungsstoffe und zusätzlichen Zucker. Schonend hergestellt sind die Suppen auch ungekühlt bis zu zwei Jahre land haltbar, ohne an Geschmack und Vitaminen zu verlieren. Als Grundsatz haben sich die beiden Brüder gesetztz: 100% Bio, #ohne Plastik und natürlich ohne künstliche Zusätze.

Bevor sie 2004 damit angefangen haben saßen Denis und Daniel Gibisch meist im Büro und haben mehr schlecht als recht gegessen. Nachdem sie es satt hatten, sich Tag für Tag den Kopf zu zerbrechen, was sie mittages essen sollten wurde ihnen schnell klar, dass sie mit dem vorhandenen Angebot alles andere als zufrieden waren. “Wir hatten keine Lust mehr auf fettiges Fastfood oder Pulversuppen voller Chemie – macht ja jetzt auch nicht unbedingt schlanker... :-)”. Sie überlegten, testeten und planten und entdeckten die Suppe als perfekte Lösung. Für Deutsche nicxht ungewöhnluch, immerhin ißt jeder von uns im Schnitt jährlich 100 Teller davon.

Nun ist es ja nicht so, dass die Gibisch-Brüder die Suppe erfunden hätten. Neben dem breiten Angebot an Dosensuppen aus dem Suppermarkt oder vom Discounter gab es auch damals schon einige Mitbewerber, Alnatura bot etwas an, Demeter mit der Biomaufaktur Rose oder auch in Gestalt der Tressbrüder, um nur einige zu nennen. Meist sind diese Suppen in der Kühlung, was das Handling etwas schwieriger macht, da sie nur ein kurzes Mindeshaltbarkeitsdatum haben. Dennoch habem die beiden Brüder den Versuch gestartet. Nachhaltigkeit hatten sie bereits früh als Grundlage gewählt und natürlich wollten sie ihren Bio-Produkten einen ordentlichen Auftrit gönnen. Plastik kam für sie deshalb nicht in Frage und sie setzten auf Glas. Wenn man bei ihnen Suppen bestellt, kommen sie flink verpackt und CO2-neutral verschickt in schicker Kartonage aus 100% Recycling-Karton beim Kunden an. Um die Gläser vor Bruch zu schützen, verwenden sie ihren eigenen recycelten Papier-Abfall in Papier-Päckchen als Polsterung. Die leeren Gläser kann man entweder selbst für anderes verwenden oder wie die Kartonage in den entsprechenden Container der Wiederverwertung zuführen. Obst und Gemüse stammen zu 100 % aus biologischem Anbau und für die fleischhaltigen Suppen verwenden die Brüder nur Bio-Rindfleisch aus Österreich. Generell sind die Zutaten mit Bio-Qualität und so regional wie möglich.

Unterstützung für ihr Vorhaben kam 2015, als Denis und Daniel ihr Konzept in der VOX-Sendung "Hölhe der Löwen" vorstellten. Zusammen mit dem Koch Gerhard Frauenschuh von der benachbarten MAN-Kantine, die gerade als beste Kantine Deutschlands gekürt wurde, hatten sie ein Abo-Modell entwickelt, das gesunde Suppen ins Büro liefern soll. Die sechs Sorten schmecken den Löwen hervorragend. Für 60.000 Euro wollten sie damals acht Prozent ihrer Firma anbieten, doch da die Suppen allen potentiellen Investoren gut schmeckten, machten der Reiseunternehmer Vural Öger, dem Risikokapital-Geber Frank Thelen und der Kosmetik- und Schmuck-Herstellerin Judith Williams ihnen das Angebot zu dritt für 100.000 Euro 30 Prozent der Unternehmensanteile zu erwerben. Die Brüder sagten zu und konnten so in den letzten Jahren ihren Traum verwirklichent: Ihre Produkte wurden zum Marktführer im Bio-Suppen-Segment - mit einen Jahresumsatz von rund 16 Millionen.

Die Brüder haben viel Herzblut in ihr Unternehmen gesteckt. Inzwischen haben sie es verkauft, denn sie wollen die Idee groß machen und brauchten einen strategischen Partner, um weiterzuwachsen. Wieviel ihnen der Deal eingespielt hat, bleibt geheim, aber die Brüder waren zufrieden mit dem Geschäft und auch die unterstützenden Löwen dürften sich über den raschen Gewinn gefreut haben, den gängig ist beim Verkauf der vierfache Jahresumsatz. Als Käufer wollten die Brüder aber nicht jeden potenziellen Käufer akzeptieren, denn Werte wie bio und Nachhaltigkeit standen bisher im Fokus und sollten nicht dem höchsten Gebot geopfert werden. Eine Partnerschaft mit Multis wie Nestlé kamen für die Gründer deshalb nicht in Frage. Mit der Allos Hof-Manufaktur der niederländischen Wessanen-Gruppe fand man dann aber in Norddeutschland einen passenden Partner, der seit mehr als vier Jahrzehnten vegetarische Bio-Produkte herstellt. Bei der Expansion bietet die Allos Hof-Manufaktur den Vorteil, dass ihre Produkte in fast allen Ländern Europas bereits im Bio-Handel vertreten sind. Bis 2022 bleiben Daniel und Denis Geschäftsführer von Little Lunch bleiben, dannach darf man gespannt sein, denn die Gründerbrüder wollen sich auf neue Projekte konzentrieren.

(c) Magazin Frankfurt, 2021