Kino-Archiv
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Dienstag, 19. Januar 2016 - 18:18 Uhr
Anomalisa
Michael Stone (Stimme: David Thewlis) ist der erfolgreiche Autor einer Reihe von Ratgeberbüchern und wendet sich in seinen Werken an Menschen, die im Kundendienst tätig sind. Für einen Vortrag bei einem Customer-Service-Kongress fliegt er nach Cincinnati in Ohio und kommt für eine Nacht in einem Hotel unter. Obwohl Michael angesichts seines beruflichen und privaten Erfolgs allen Grund zur Freude hat, fehlt etwas in seinem Leben, das er als allzu gewöhnlich und fade empfindet. In seinem Zimmer kommt ihm die verwegene Idee, eine alte Flamme anzurufen, mit der er vor zwölf Jahren Schluss gemacht hat. Doch Bella (Tom Noonan), die die Trennung nie ganz überwunden hat, ist von seinen Avancen gar nicht begeistert und ergreift die Flucht. Dann lernt Michael die überdrehte Kundenbetreuerin Lisa (Jennifer Jason Leigh) kennen, die sein Seminar besuchen will. Er ist auf der Stelle von der ungewöhnlichen Frau fasziniert…
Der neue Film von Charlie Kaufman, dem Meister der melancholisch-rätselhaften Geschichten, Oscar-prämiert für sein Drehbuch zu „Vergiss mein nicht!”, Oscar-nominiert für „Adaption” und „Being John Malkovich”. Der vielleicht ungewöhnlichste Film des Kinojahres. Mit Puppen in Stop-Motion-Technik gedreht, ist es ein typisch Kaufman-eskes Kinoexperiment, das auf poetische Weise die menschliche Psyche erforscht, den Zuschauer lustvoll auf falsche Fährten lockt und dabei glänzend unterhält.
Ursprünglich als Hörspiel konzipiert und dann 2005 für die Bühne umgesetzt, tat sich Kaufman für die Kinofassung mit dem Stop-Motion-Experten Duke Johnson zusammen. Der Film wurde im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter.com finanziert, wobei mit über 400.000 Dollar fast doppelt so viel eingenommen wurde wie erhofft. Nur drei Schauspieler brauchten Kaufmann und Johnson: David Thewlis spricht Michael Stone, Jennifer Jason Leigh spricht Lisa, alle anderen Stimmen werden von Tom Noonan eingesprochen. Das Ergebnis ist ein Stück Kinomagie, das bei den Festivals für Begeisterung sorgte, in Venedig den „Großen Preis der Jury“ bekam und nun auf die Oscar-Vergabe schaut.
Dienstag, 19. Januar 2016 - 18:08 Uhr
Brooklyn - Ein Liebe zwischen zwei Welten
In den frühen 1950er Jahren verlässt die junge Irin Eilis (Saoirse Ronan) Heimat und Familie, um sich in New York ein besseres Leben aufzubauen. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn findet sie einen Job in einem Modegeschäft und lernt auf einem irischen Tanzfest den italienischstämmigen Amerikaner Tony (Emory Cohen) kennen, der ihr hilft, sich in der Großstadt einzuleben. Zwischen beiden entwickelt sich trotz Vorbehalten seitens Tonys Familie eine intensive Liebesbeziehung, die aber zunehmend von Eilis‘ starkem Heimweh und der Sehnsucht nach ihrer Familie überschattet wird. Eine Familientragödie zwingt die junge Frau schließlich dazu, wieder nach Irland zurückzukehren, nachdem Tony und sie den Bund fürs Leben eingehen. In Irland fühlen sich ihre alten Gefährten von der neuen Eilis vor den Kopf gestoßen, aber bald schon findet sie bei alten und neuen Freunden Trost - insbesondere beim charmanten Jim (Domhnall Gleeson). So sieht sich Eilis schließlich nicht nur vor die Wahl zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen zwei Ländern gestellt.
Dienstag, 19. Januar 2016 - 18:02 Uhr
Der Bunker
Um völlige Ruhe bei der Bewältigung einer wichtigen wissenschaftlichen Arbeit zu haben, zieht ein Student (Pit Bukowski) als Untermieter bei einem sonderbaren Ehepaar (David Scheller und Oona von Maydell) ein, das in einem Bunker inmitten eines abgeschiedenen Waldes lebt. Zwar muss er in der tristen Behausung auf den in der Anzeige versprochenen Seeblick verzichten, doch es scheint ihm zunächst der geeignete Ort zu sein, um ungestört seine Studien durchzuführen. Doch dann bitten ihn seine Vermieter, ihrem sehr erwachsen aussehenden achtjährigen Sohn Klaus (Daniel Fripan) Nachhilfeunterricht zu erteilen, um ihm über seine Lernschwäche hinweg zu helfen und auf seinen späteren Job als US-Präsident vorzubereiten, denn nichts geringeres haben seine Eltern für ihn vorgesehen. Langsam baut der Student eine besondere Bindung zu dem Jungen auf, doch dann häufen sich die bizarren Vorkommnisse in den fensterlosen Inneren des Bunkers.
Dienstag, 19. Januar 2016 - 17:55 Uhr
Hello, I am David - Eine Reise mit David Helfgott
Eine beeindruckende Dokumentation über die Pianisten-Legende David Helfgott. Der Australier fing seine Karriere als Wunderkind an und begeisterte am Londoner Royal College of Music seine Lehrer. 1970 faszinierte er das Publikum in der ausverkauften Royal Albert Hall mit dem 3. Klavierkonzert von Rachmaninow – und erlitt kurze Zeit später einen Nervenzusammenbruch. Elf Jahre verbrachte er danach in psychiatrischen Kliniken, wo man eine schizoaffektive Störung diagnostizierte. Er arbeitete dann als Barpianist in einer Weinbar in Perth – und lernt schließlich Gillian Murray kennen, die Liebe und Hilfe seines Lebens. Ab 1986 gibt er wieder Konzerte. Die Regisseurin Cosima Lange begleitete David Helfgott für ihren Film auf einer Konzertreise mit den Stuttgarter Symphonikern durch Europa. Familienmitglieder und Weggefährten geben dabei weitere Einblicke in sein Leben.
Dienstag, 19. Januar 2016 - 17:49 Uhr
Sumé - The Sound of a Revolution
Mal ehrlich. Haben Sie jemals etwas von Sumé gehört? Die Sumé in den 70er Jahren aus einem Studentenprojekt der beiden Grönländer Malik Høegh und Per Berthelsen. Im Jahr 1973 versuchten die beiden jungen Leute, ihren Protest gegen die kolonialistische Herrschaft des Grönländer Mutterlands Dänemark in Form musikalischer Kreativität auszudrücken. Besonders in ihrer grönländischen Heimat feierten die Band damit große Erfolge und gab der Unabhängigkeitsbewegung auf der Insel eine eigene Stimme, indem sie bewusst ihre Texte in grönländischer Sprache sangen. Obgleich sie sich nach drei Alben gegen eine Karriere als Musiker entschieden und die Band auflösten, nehmen ihre Lieder bis heute eine wichtige Stellung in der grönländischen Kultur ein. Der Dokumentarfilm widmet sich dem Leben und dem tief beeindruckenden Schaffen der Musiker von Sumé.
Dienstag, 19. Januar 2016 - 17:43 Uhr
Wintergast
Für den Filmschulabsolventen Stefan Keller (Andy Herzog) tut sich nach der Veröffentlichung seines Kurzfilms, für den er gefeiert wird, eine glänzende Karriere auf – nur ist das mittlerweile schon wieder sieben Jahre her und Keller steckt seitdem in einer Krise, weil er das Drehbuch zu seinem ersten Langfilm einfach nicht zusammen bekommt. Seine 2.000 Seiten voller Notizen wollen sich partout nicht zu einem Skript fügen, Leidtragende ist dabei auch seine Freundin Christina (Sophie Hutter). Zwar tickt ihre biologische Uhr, aber ein Kind kommt in der aktuellen Finanz- und Wohnsituation des Paares gar nicht in Frage. Wegen seiner Geldsorgen nimmt er einen ungewöhnlichen Job an und testet anonym Jugendherbergen. So begibt er sich auf eine ausgefallene Reise durch die vorweihnachtliche, verschneite Schweiz, im Kampf für seine Filmidee, seine Beziehung und trifft dabei in den Herbergen viele merkwürdige Personen…
Samstag, 9. Januar 2016 - 17:11 Uhr
Filme ab dem 14. Januar 2016:
Die 5. Welle
The Big Short
Cemetery Of Splendour
Creed - Rocky's Legacy
Die dunkle Seite des Mondes
Geym Of Bizans
Gut zu Vögeln
Iraqi Odyssey
Janis: Little Girl Blue
Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen
My Talk with Florence
The President
Suite Française - Melodie der Liebe
Die Winzlinge - Operation Zuckerdose
Samstag, 9. Januar 2016 - 17:06 Uhr
The Big Short
Das Jahr 2005 war ein Boomjahr in New York. Der Dollar war stark, die Wirtschaft brummte und in der Wall Street werden Tag für Tag gigantische neue Börsen- und Wertpapierdeals getätigt. Mit immer komplexeren Immobilienprodukten, die hervorragende Renditen und minimales Risiko versprechen, können es selbst Arbeitslose zu Villenbesitzern schaffen und Maklern, Versicherern und Bankenbossen winkt das schnelle Geld.
Was aber Finanzbosse, Medien und Regierung nicht erkennen kann oder will, durchschaut der eigenwillige Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale) sofort: Schon in weniger als zwei Jahren prognostiziert er das Platzen der amerikanischen Immobilienblase. Der daraus resultierende Zusammenbruch der Weltwirtschaft, wird Millionen Menschen heimat- und arbeitslos machen. Als er vor der Katastrophe warnt, will niemand auf ihn hören – zu sicher fühlen sich die Chefs der Banken und tun seine Prognosen als Spekulation ab. Also entwickelt Burry einen perfiden Plan: den „Big Short“. Durch sogenannte „Shortings“, Leerverkäufe von Aktien großer Investmentbanken, wettet er zusammen mit ein paar risikofreudigen Spekulanten, wie dem unbeirrbaren Trader Mark Baum (Steve Carell), dem geldgierigen Deutsche-Bank-Makler Jared Vennett (Ryan Gosling) und dem früheren Star-Investor Ben Rickert (Brad Pitt), gegen das Finanzsystem, um selbst das unfassbar große Geld zu machen. Das Desaster und der absolute Wahnsinn jenseits aller moralischen Grenzen hat begonnen …
So sexy wie in dem neuen Film war die Wall Street noch nie. Packend und bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt kommt der Finanzthriller in die deutschen Kinos, der eindrucksvoll und dabei äußerst unterhaltsam einen Blick hinter die Kulissen der heimlichen Machtzentrale der Welt wirft. Als der Verleih im letzten Jahr den Film im Original bei einer Presseaufführung in Frankfurt zeigte, tat er gut daran auch Bankmanager einzuladen, denn die Filmkritiker waren mit dem rasend schnell erzählten Film voller ihnen unverständlicher Fachausdrücke hoffnungslos überfordert. Die Besetzung des Films liest sich wie das ‚Who is Who‘ Hollywoods: Brad Pitt (World War Z), Christian Bale (American Hustle), Ryan Gosling (Drive), Steve Carell (Foxcatcher) und Marisa Tomei (Der Mandant) brillieren in dieser wahren Geschichte um Gier, Betrug, Zynismus und das skrupellose Spiel mit Macht und Geld. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Bestseller von Michael Lewis, der damit eine Finanztragödie thematisiert, von der unzählige Menschen direkt betroffen waren und unter deren Folgen sie bis heute leiden – nicht nur in den USA, sondern weltweit. Inszeniert hat die schonungslose Adaption Adam McKay (Saturday Night Live). Nicht zuletzt wegen des hochkarätigen Casts gilt der Film als ein absolutes Kino-Highlight und große Oscar-Favorit 2016.
Samstag, 9. Januar 2016 - 16:48 Uhr
Cemetry of Splendour
In einem provisorisches Krankenhaus, das vorher eine Schule war, werden im thailändischen Khon Kaen Soldaten versorgt, die an einer mysteriösen Schlafkrankheit leiden – vom einen auf den anderen Moment fallen die äußerlich kerngesunden Männer ins Koma. Schwestern und Ehrenamtliche pflegen die Patienten, unter den Helfern ist auch Jen (Jenjira Pongpas Widner). Sie hat eigene körperliche Probleme, muss auf Krücken laufen, kümmert sich aber trotzdem auf besondere Weise um den schlafenden Soldaten Itt (Banlop Lomnoi). Hilfe bekommt sie dabei auf ungewöhnlichem Weg durch das junge Medium Keng (Jarinpattra Rueangram), das ihr Zutritt zum Bewusstsein und zu den Träumen Itts verschafft. So entsteht eine tiefe Verbindung zwischen der Helferin und dem Soldaten, der dem Krieg auch in seinen Träumen nicht entkommen kann…
Mit dem Mystery-Drama kehrte Regisseur und Drehbuchautor Apichatpong Weerasethakul zurück nach Cannes, wo der Thailänder 2010 für „Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“ verdient die Goldene Palme gewann.
Samstag, 9. Januar 2016 - 16:24 Uhr
Creed - Rocky's Legacy
Der junge Boxer Adonis Johnson (Michael B. Jordan) lernte seinen Vater Apollo Creed, den berühmten Weltmeister im Schwergewicht, niemals kennen. Mit seinem Bürojob wird er nicht so richtig warm und sein Talent zeigt er stattdessen in illegalen Kämpfen in Tijuana. Doch dann zieht es ihn nach Philadelphia, wo sein Vater einst ein legendäres Match gegen den hartgesottenen Neuling namens Rocky Balboa (Sylvester Stallone) bestritt. Adonis gelingt es, Rocky aufzuspüren und ihn dazu zu bringen, sein Trainer zu werden. Der in die Jahre gekommene Rechtsausleger erkennt in dem jungen Mann dieselbe Entschlossenheit und Stärke wie bei dessen Vater, der vom erbitterten Gegner zum engen Vertrauten Rockys wurde. Adonis trainiert hart und lebt seine weiche Seite mit der neuen Nachbarin aus, der R&B-Sängerin Bianca (Tessa Thompson). Doch reicht seine körperliche, seelische Stärke, um die bisher größte sportliche Herausforderung zu meistern? Es gilt, den amtierenden Boxmeister „Pretty“ Ricky Conlan (Tony Bellew) zu schlagen…
Samstag, 9. Januar 2016 - 16:16 Uhr
Die dunkle Seite des Mondes
Der erfolgreiche Wirtschaftsanwalt Urs Blank (Moritz Bleibtreu) ist ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Doch trotz seines beruflichen Erfolgs und privaten Glücks mit Frau Evelyn (Doris Schretzmayer) ist er unzufrieden und der Selbstmord eines Geschäftskollegen wirft ihn völlig aus der Bahn. Als die unkonventionelle Lucille (Nora von Waldstätten) in sein Leben tritt fühlt er sich von ihr magisch angezogen und sie entführt ihn in ihre Welt zu einem Trip mit halluzinogenen Pilzen – mit weitreichenden Folgen. Denn unter Drogen kann er seine Aggressionen und Instinkte nicht mehr kontrollieren und schreckt selbst vor Mord nicht zurück. Blank braucht dringend ein Gegenmittel und um es zu finden, zieht er sich in den Wald zurück. Seinen Feinden kommen diese Schwierigkeiten gerade recht: Pius Ott (Jürgen Prochnow), ein Geschäftspartner, hatte schon länger vor, Urs loszuwerden…
Samstag, 9. Januar 2016 - 16:09 Uhr
Janis: Little Girl Blue
Mit Hits wie „Cry Baby“, „Mercedes Benz“ und „Piece of my Heart“, die sie mit markerschütternder Stimme voll angestauter Wut und unerfüllter Sehnsüchte von der Seele sang, ging die Sängerin Janis Joplin in die Annalen des Rocks ein und wurde spätestens 1970 zur Legende, als sie mit nur 27 Jahren an einer Überdosis Heroin starb. Regisseurin Amy Berg wollte sich allerdings nicht nur mit der öffentlichen Wahrnehmung der Rock-Ikone beschäftigen, sondern ein komplexes Bild der Musikerin vermitteln, auch deren sanfte, vertrauensvolle, sensible Seite zeigen. Joplins ganzes Leben ist von ihren beiden großen Talenten geprägt: Sie demonstrierte nicht nur früh ihre musikalische Begabung, sondern auch die Fähigkeit, gegen den Strom zu schwimmen und nicht beim ersten Gegenwind aufzugeben. Mit seltenen und zum Teil unveröffentlichten Aufnahmen wird Joplins Werdegang von ihrer frühen Kindheit bis zu ihrem Tod nachgezeichnet. Chan Marshall alias Cat Power liest die intimen Briefe vor, die Joplin ihrer Familie, ihren Freunden und Liebhabern schrieb. Zu Wort kommen auch Personen, die mit der Sängerin zu tun hatten.
Samstag, 9. Januar 2016 - 16:03 Uhr
Die Winzlinge - Operation Zuckerdose
An einem idyllischen, abgelegenen Platz in der Natur ist vom Picknick, das ein junges Pärchen überhastet verlassen musste, nur noch eine Zuckerdose übriggeblieben – in der Mandible, eine schwarze Ameise, einen neuen Freund entdeckt. Bei dem Kumpanen handelt es sich um einen mutigen Marienkäfer, der seine Familie verloren hat und mit dem sich Mandible und seine Artgenossen auf den Weg zum heimatlichen Ameisenhügel machen. Doch die Gruppe bekommt schnell unangenehme Gesellschaft: Ein Stamm roter Ameisen will die Zuckerdose für sich, mit dem Frieden zwischen den winzigen Bewohnern der Gegend ist es plötzlich vorbei. Die fiesen gegnerischen Krieger werden vom furchterregenden Butor angeführt und wollen dem Marienkäfer und den Ameisen unerbittlich nachsetzen. Eine wilde Jagd beginnt, durch Wald, Wiesen und über einen reißenden Fluss…
Samstag, 2. Januar 2016 - 16:33 Uhr
Filme ab dem 7. Januar 2016:
Conducta - Wir werden sein wie Che
The Danish Girl
Dilwale
Familie haben
Feuerwehrmann Sam - Helden im Sturm
Das Floß!
Je suis Charlie
Kocan Kadar Konu
Legend
Lichtgestalten
Louder Than Bombs
Neukölln Wind
The Revenant - Der Rückkehrer
Unfriend
Das Wunderland
Samstag, 2. Januar 2016 - 16:26 Uhr
The Danish Girl
Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener (Eddie Redmayne) führt mit seiner Frau Gerda (Alicia Vikander), die ebenfalls Malerin ist, ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der Goldenen Zwanziger Jahre. Die Ehe der beiden ist glücklich, bis Einars Leben eines Tages druch die Bitte seiner Frau eine grundlegende Änderung erfährt: Als Gerdas Modell verhindert ist, bittet sie ihren Mann, sich von ihr als Frau verkleidet porträtieren zu lassen. Ihm gelingt diese Verkörperung so gut, dass Gerda die Figur begeistert „Lili“ tauft und immer häufiger mit ihrem Mann dieses Rollenspiel auslebt. Doch für Einar ist Lilli bald sehr viel mehr als eine Rolle, denn er entdeckt in ihr seine wahre Identität. Und so entschließt er sich für eine Operation, um sein Geschlecht angleichen zu lassen, um als Frau leben zu können. Doch was bedeutet das für die Ehe der Wegeners?
Samstag, 2. Januar 2016 - 15:43 Uhr
Je suis Charlie
Die bedrückende Dokumentation über die schrecklichen Ereignisse, die genau ein Jahr vor Filmstart in Paris stattfanden. Dort stürmten am 7. Januar 2015 zwei religiöse Fanatiker die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" und richteten unter dessen Mitarbeitern ein Blutbad an. In den folgenden Tagen wurden bei weiteren Attacken islamistischer Extremisten weitere Menschen getötet. Das Vater-Sohn-Gespann Daniel Leconte und Emmanuel Leconte rekonstruiert den Ablauf des Anschlages auf „Charlie Hebdo“ und hinterfragt auch, was Satire darf und was nicht. Außerdem beschäftigen sich die beiden mit den Auswirkungen, die die furchtbaren Ereignisse auf die französische Gesellschaft hatten und immer noch haben. Ganz Frankreich und große Teile der Welt zeigten sich nach den Anschlägen mit folgendem Satz solidarisch: „Je suis Charlie.“
Samstag, 2. Januar 2016 - 15:39 Uhr
The Revenant - Der Rückkehrer
Vor knapp 200 Jahren zieht der legendäre Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) durch die Weiten der noch jungen USA, als er an einer von Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson) geleiteten Expedition teilnimmt, die den Lauf des Missouri River erforschen soll. In einem unachtsamen Moment greift ihn am Fluss ein Grizzly an und richtet ihn so übel zu, dass er in Lebensgefahr schwebt. Seine Begleiter, unter ihnen der raubeinige John Fitzgerald (Tom Hardy) und der junge Jim Bridger (Will Poulter), zweifeln daran, dass er seine Verletzungen überleben wird. Als dann auch noch Ureinwohner in der Nähe ihres Lagers auftauchen, suchen sie lieber das Weite - ohne Glass, aber mit dessen Gewehr, Messer und Ausrüstung. Den Schwerverwundeten überlassen sie ohne Skrupel sich selbst. Doch Glass schafft es zu überleben – und schwört seinen Begleitern Rache. Auf der Suche nach ihnen schleppt sich der verletzte Abenteurer durch die eisige Bergwelt…
Erneut ein grandioser Film des schon 2000 in Cannes mit seinem Debütfilm „Amores Perros“ gefeierte Mexikaner Alejandro González Iñárritu. Mit Filmen wie „21 Gramm“ und „Babel“ verschaffte er sich seinen Platz auf dem Olymp der Meisterregisseure. Nach „Biutiful“ und „Birdman (oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“, der ihm gleich drei Oscars einbrachte (Bester Film, Beste Regie, Bestes Original-Drehbuch) ist dies sein sechster Kinofilm. Er greift dafür auf den gleichnamigen Roman von Michael Punke zurück, der die wahre Geschichte des Trappers Hugh Glass erzählt und schon 1971 mit Richard Harris in der Hauptrolle sehr frei verfilmt wurde. Bei Iñárritu wird daraus ein grimmiger Survival- und Rache-Thriller mit einem kongenialen Leonardo DiCaprio in der Titelrolle, der darin aufgeht. Die starken Bilder schuf der Oscar-gekrönte Kameramann Emmanuel Lubezki.
Samstag, 2. Januar 2016 - 15:19 Uhr
Unfriend
Die junge Studentin Laura (Alycia Debnam-Carey) genießt ihr College-Leben in vollen Zügen und ist bei ihren Kommilitonen sehr beliebt, was sich nicht zuletzt an 800 Freundschaften auf Facebook ablesen lässt. Täglich tummelt sich Laura in den Sozialen Medien, hat online Kontakt mit Freunden und Bekannten und denkt sich nichts dabei, wenn sie immer mal wieder Details und Fotos aus ihrem Leben auf Facebook postet. Deswegen ist sie auch nicht verwundert, als sie die Freundschaftsanfrage der Außenseiterin Marina (Liesl Ahlers) erhält, die sie eigentlich kaum kennt. Als sie sie annimmt, gerät die junge Frau jedoch in den Bann eines grausigen Fluchs: Lauras Freunde sterben einer nach dem anderen und ihr bleiben nur wenige Tage Zeit, das Rätsel um die mysteriöse Marina und ihr Facebook-Profil zu lösen.
Samstag, 2. Januar 2016 - 15:12 Uhr
Filme ab dem 31. Dezember 2015
Baskin
Delibal
The Hallow
Jane Got A Gun
Joy - Alles außer gewöhnlich
Kirschblüten und rote Bohnen
Remember
Sture Böcke
Unter Freunden
[bDie Vorsehung - Solace
Samstag, 2. Januar 2016 - 15:06 Uhr
The Hallow
Der Wissenschaftler Adam Hitchens (Joseph Mawle) hat für einen Forschungsauftrag mit seiner Frau Clare (Bojana Novakovic) und dem gemeinsamen Baby Finn London den Rücken gekehrt und ist in ein Haus ins tiefste irische Hinterland gezogen. Von ihrem neuen Domizil aus will sich Adam der Untersuchung der Bäume im Umland widmen, während Clare den neuen Familiensitz gemütlich herrichten soll. Doch die einsame Idylle entpuppt sich bald als trügerisch. Kaum angekommen, sucht sie ihr sonderbarer Nachbar Colm (Michael McElhatton) auf, der sie vor rachsüchtigen Waldgeistern warnt. Die Hitchens schlagen die abstruse Warnung in den Wind und fühlen sich in ihrem neuen, abgelegenen Zuhause zusehends wohler. Doch als sich die merkwürdigen Ereignisse überschlagen und die Familie endlich erkennt, dass etwas nach dem Leben ihres kleinen Sohnes trachtet, ist es für die Flucht bereits zu spät.
Montag, 28. Dezember 2015 - 15:23 Uhr
Joy - Alles außer gewöhnlich
Joy Mangano (Jennifer Lawrence) lebt schon seit Kindertagen in chaotischen Familienverhältnissen und auch Jahre später hat sich daran nichts geändert – im Gegenteil: Mutter Terry (Virginia Madsen) verbringt den Großteil des Tages vor ihren Lieblingssoaps im Bett und ihr schon länger von der Mutter geschiedener Vater Rudy (Robert De Niro) zieht, nachdem mal wieder eine seiner Beziehungen gescheitert ist, in Joys Keller ein. Da ist er nicht allein, denn dort hat sich bereits ihr Ex-Mann Tony (Edgar Ramirez), mit dem sie zwei Kinder hat, einquartiert. Bei all dem Trubel ist die junge Frau mehr denn je davon überzeugt, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und sich selbst zu verwirklichen. Beim Putzen kommt sie auf die Idee eines sich selbst auswringenden Wischmopps, Mit der finanziellen Unterstützung von Rudys neuer Freundin Trudy (Isabella Rossellini) kann sie den dann auch herstellen, doch Marketing und Verkauf ihrer Erfindung sind andere Probleme – bis sie ein Meeting mit Neil Walker (Bradley Cooper), einem der Bosse beim Shopping-Sender QVC, ergattert...
Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence zählt mit ihren 25 Jahren zu sen besten und erfolgreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation. In David O. Russells tragikomischen Biopic „Joy“ verkörpert sie mit natürlichen Charme und Feingefühl Joy Mangano, die 1990 alles auf eine Karte setzte, um ihren Miracle Mop auf den Markt zu bringen. Ein kurzweiliger und emotionaler Film mit einer etwas schwachen Geschichte.
Montag, 28. Dezember 2015 - 15:20 Uhr
Sture Böcke
In einem abgelegenen isländischen Tal leben die beiden Brüder Gummi (Sigurður Sigurjónsson) und Kiddi (Theodór Júlíusson) auf benachbarten Bauernhöfen. Die meisterhaften, mit vielen Preisen ausgezeichneten Schäfer kennen sich mit ihren Tieren bestens aus – doch miteinander haben sie seit 40 Jahren nicht mehr gesprochen. Als in Kiddis Herde plötzlich eine mysteriöse Krankheit ausbricht, fällt den Behörden nichts Besseres ein, als den Befehl zu erteilen, alle Schafe in der Region zu keulen. Nicht nur für die beiden Brüder, sondern auch für die anderen Bauern des Tals würde der Verlust ihrer Tiere die Vernichtung ihrer Existenz bedeuten, da sie seit Jahrhunderten von den Tieren und ihren Erzeugnissen leben. Also versuchen die Eigenbrötler, der Bedrohung auf ihre jeweils eigene Art zu begegnen: Gummi mit seinem Verstand und Kiddi mit der Waffe. Doch um der heiklen Lage wirklich Herr zu werden, wird den beiden bald bewusst, dass ihnen nur eine Chance bleibt: Sie müssen sich endlich wieder zusammenraufen.
Der deutsche Titel ist treffend gewählt, den er betriffft nicht nur die Schafsböcke, die im abgelegenen Nordisland grasen, sondern auch die beiden sturen Brüder. In dem isländischen Drama sind die Dialoge so karg wie die Landschaft. Regisseur Grímur Hakonarson erzählt die Geschichte vor allem mit Bildern und Gesten und konzentriert sicch dabei auf das Wesentliche, weshalb man ihm in Cannes mit dem Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard ehrte.
Montag, 28. Dezember 2015 - 14:16 Uhr
Die Vorsehung - Solace
Bei Ihren Ermittlungen in einer Reihe mysteriöser Mordfälle tappen die beiden FBI-Agenten Joe Merriwether (Jeffrey Dean Morgan) und Katherine Cowles (Abbie Cornish) im Dunkeln. Da Merriwethers alter Freund, der Psychoanalytiker Dr. Clancy (Anthony Hopkins), mit seinen hellseherischen Fähigkeiten schon in dem einen oder anderen kniffligen Fall für entscheidende Hinweise gesorgt hat, beschließt er ihn auch diesmal um seine Hilfe zu bitten. Anfangs zögert Clancy und auch Cowles zweifelt an seinen angeblich übersinnlichen Kräften, doch schließlich willigt der Arzt ein, das FBI zu unterstützen. Schon bald erkennt Clancy dank seiner Visionen ein bislang verborgenes Muster hinter den Morden, wodurch das FBI dem mysteriösen Täter (Colin Farrell) allmählich auf die Schliche kommt. Zugleich müssen die Verfolger aber auch feststellen, dass ihnen der Täter bei der Umsetzung seines perfiden Plans in jeder Hinsicht überlegen zu sein scheint.
Sonntag, 20. Dezember 2015 - 17:28 Uhr
Filme ab Heiligabend 2015:
Bruder vor Luder
Der allerschönste Tag
Die Melodie des Meeres
Ich bin dann mal weg
Mr. Holmes
Nadide Hayat
Saint Jacques... Pilgern auf Französisch
Sonntag, 20. Dezember 2015 - 17:26 Uhr
Die Melodie des Meeres
Der zehnjährige Ben und seine stumme sechsjährige Schwester Saoirse leben in einem alten Leuchtturm am Meer, gemeinsam mit ihrem Vater Conor, der den Tod seiner Frau auch Jahre danach nicht verkraften kann. Die beiden Kinder werden eines Tages – gegen ihren Willen – von ihrer Großmutter nach Dublin geholt. Vor allem Saoirse zieht es schnell zurück ans Meer, ist sie doch eine so genannte Selkie, eine sagenumwobene Kreatur, die an Land eine menschliche Gestalt hat, sich im Wasser aber in eine Robbe verwandelt. Ben und Saoirse besitzen eine magische Muschel, die den Weg nach Hause weist und die sie von ihrer Mutter bekommen haben, bevor sie starb. Auf ihrer Reise begegnen die Geschwister vielen Wesen, die Ben bisher für Fantasiegestalten aus den Geschichten seiner Mama hielt…
Offensichtlich hat sich der Ire Tomm Moore (Das Geheimnis von Kells) bei seinem Animationsmärchen vom Japaner Hayao Miyazaki (Prinzessin Mononoke) inspirieren lassen. Der hatte in seinen Filmen die japanische Kultur und ihre Mythen als Animation leicht herübergebracht und damit universelle Themen wie die Bewahrung der Natur zur jungen Zielgruppe gebracht. Der Film könnte fast als irisches Pendant zu seinem Film über Ponyo gesehen werden. 2015 bekam Moore für den Film zu Recht eine Oscarnominierung als Bester Animationsfilm. Eine schöne Präsentation alter keltischer Mythen.
(c) Magazin Frankfurt, 2026
