Kino-Archiv

neue Beiträge

Freitag, 31. Oktober 2014 - 11:36 Uhr
Mr. Turner - Meister des Lichts

Der Maler William Turner (Timothy Spall) führt um im England des Jahres 1825 ein bewegtes Leben: Neben der Landschaftsmalerei widmet er sich Reisen, Bordellbesuchen und Treffen mit dem Landadel. Er kostet seine Freiheiten voll aus, tritt großspurig an der Londoner Royal Academy of Arts auf und ist dabei alles andere als diplomatisch. Mit diesem eigenwilligen Verhalten stößt er so manches Mitglied der ehrenwerten Gesellschaft vor den Kopf. Auch im Privatleben ist der Umgang mit dem kauzigen Maler überaus schwierig. Seine Wohnung teilt er mit seinem Vater William (Paul Jesson) und Haushälterin Hannah Danby (Dorothy Atkinson), deren innige Zuneigung er schamlos ausnutzt. Als der Vater stirbt, gerät William Jr. in eine tiefe künstlerische und persönliche Krise.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 11:31 Uhr
The Bachelor Weekend

Davin (Andrew Scott) ist perplex: Ruth (Amy Huberman) gibt ihm den Auftrag, für ihren zukünftigen Ehemann , den sensiblen Fionnan (Hugh O' Conor) einen Junggesellenabschied zu organisieren und ihren furchteinflößenden Bruder "The Machine" (Peter McDonald) mitzunehmen. Dabei kann Davin beides nicht ausstehen: Junggesellenabschiede nicht und "The Machine" erst recht nicht. Auch Fionnan ist alles andere als glücklich über die Nachricht, dass er mit Davin, Simon (Brian Gleeson) und dem großen und kleinen Kevin (Andrew Bennett und Michael Legge) ein Wochenende in der rauen, irischen Wildnis verbringen soll. Doch bewaffnet mit allem, was für so einen Outdoor-Trip notwendig ist, machen sich die Freunde auf den Weg, nicht ahnend, dass "The Machine" ihr kleinstes Problem sein wird… So beginnt ein Trip, den niemand jemals wieder vergessen wird!

Wie wichtig ein klassischer Kompass in Zeiten moderner Navigationssysteme sein kann, zeigt das vielschichtige Spielfilm-Regiedebüt von John Butler. Gespickt mit einer kräftigen Prise schrägen irischen Humors zeigt diese Komödie, dass Erwachsenwerden keine Frage des Alters ist. Gleichzeitig einfühlend und doch urkomisch erzählt er, wie Freundschaft unter Männern wirklich funktioniert… Wie ein Bulle, frischer Wind, eine Höhle, ein Steinhaufen, Moos, ein Autoschlüssel und "The Machine" neben dem Kompass noch dazu beitragen, völliges Chaos auszulösen, gibt es jetzt in den deutschen Kinos zu sehen.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 11:27 Uhr
Interstellar

Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten habe es seit Jahrzehnten prophezeit: Die globale Nahrungsknappheit droht die Menschheit zu vernichten. Nur eine Hoffnung bleibt der Weltbevölkerung: ein geheimes Projekt der US-Amerikaner, das der Wissenschaftler Professor Brand (Michael Caine) leitet. Der möchte eine Expedition in ein anderes Sternensystem starten, wo bewohnbare Planeten, Rohstoffe und anderes Leben vermutet wird. Sein junger Kollege Cooper (Matthew McConaughey) und seine Tochter Amelia (Anne Hathaway) führen die Besatzung an, die sich auf eine Reise ins Ungewisse begibt: denn die Reise durch "Wurmlöcher" ist fast noch unerforscht. Keiner kann mit Sicherheit sagen, was die Crew auf der anderen Seite erwartet und ob und wann sie wieder auf die Erde zurückkehrt. Daheim wartet Coopers kleine Tochter Murph (Mackenzie Foy), die das Shuttle mit ihrem Vater davonfliegen sah…

Freitag, 31. Oktober 2014 - 11:19 Uhr
Im Labyrinth des Schweigens

Es war die Zeit des beginnenden Wirtschaftswunders: Das Ende der 50er Jahre in Deutschland. Die Wirtschaft brummt, den Menschen geht es wieder gut und der Krieg und die Nazi-Herrschaft geraten langsam aber sicher in willkommene Vergessenheit. Dch dann sorgt eines Tages der Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski) für Aufruhr am Frankfurter Gericht, als er einen ehemaligen Auschwitz-Wärter anzeigen will. Ein Freund konnte ihn auf einem Schulhof identifizieren und inzwischen konnte der Nazi-Scherge als Lehrer offenbar unbehelligt durchs Leben gehen. Mit seiner Forderung der Verfolgung stößt Gnielka auf breite Ablehnung. Nur der junge Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling) schenkt ihm Gehör und möchte die Vorgänge aufklären. Rückendeckung erhält er dabei vom Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss), der ihm die Leitung der Ermittlungen überträgt. Nach und nach versinkt Radmann immer tiefer in den Fall und vernachlässigt sein Privatleben. Auch Marlene (Friederike Becht), die er gerade erst kennengelernt hat, vermag nicht auf ihn einzuwirken. Immer weiter schottet sich der Jurist von seiner Umwelt ab, um das Labyrinth aus Verleugnung und Verdrängung aufzuarbeiten und ein Exempel zu statuieren.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 11:11 Uhr
Citizenfour

Eigentlich wollte die Filmemacherin Laura Poitras im Jahr 2013 gerade einen weiteren Film über die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September drehen und dem daraus entstandenen Krieg gegen den Terror, als sie E-Mails von jemanden bekam, der sich "citizenfour" nannte und behauptete, Informationen über die Überwachungstätigkeiten der britischen und US-amerikanischen Regierung zu haben. Später stellte sich heraus, das dieser "citizenfour" mit wahrem Namen Edward Snowden hieß, der mit seiner Weitergabe von Geheimnissen über Geheimdienstprogramme wie PRISM, Boundless Informant und Tempora einen der größten internationalen Datenschutz-Skandale der Geschichte aufdeckte. Poitras flog mit dem Guardian-Journalisten Glenn Greenwald nach Hongkong, um das Material entgegen zu nehmen und den Whistleblower zu treffen. Dabei nahm sie auch ihre Kamera mit und verarbeitete die dabei entstandenen Aufnahmen zu der jetzt in die Kinos kommenden Dokumentation.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 10:50 Uhr
Filme ab dem 30. Oktober 2014:

Love, Rosie - Für immer vielleicht
5 Zimmer Küche Sarg
Deutschlands wilde Vögel - Teil 2 - Die Reise geht weiter
Geron
Happy New Year
Der kleine Medicus - Bodynauten auf geheimer Mission im Panamericana
Pioneer
Pride
Das Salz der Erde
Der Samurai
Sex on the Beach 2
Zombiber
Zwei Tage, eine Nacht

Freitag, 31. Oktober 2014 - 10:47 Uhr
Zwei Tage, eine Nacht

Sandra (Marion Cotillard) hat Angst um ihren Job in einer kleinen Firma, denn dort gab es eine Abstimmung, bei der sich die Kollegen entscheiden mussten, ob sie für den Erhalt ihres Jobs auf die jährliche Bonuszahlung verzichten wollen oder nicht. Bei der Abstimmung fielen die Stimmen zu Ungunsten der jugen Familienmutter aus, doch die Geschäftsführung erklärt sich bereit, die Abstimmung zu wiederholen, damit sie über das Wochenende Zeit hat, ihre Kollegen davon zu überzeugen, auf die 1000 Euro zu verzichten. Sie sucht das Gespräch mit jedem von ihnen undd merkt schnell, das die meisten von ihnen selbst in einem Dilemma stecken und auf die Zahlung angewiesen sind, um die Miete zu zahlen und die Kinder zur Schule zu schicken. Wird es Sandra mit der Hilfe ihres Ehemanns Manu (Fabrizio Rongione) noch schaffen, ein Umdenken herbeizuführen und damit ihre Existenz zu sichern?

Freitag, 31. Oktober 2014 - 10:40 Uhr
Das Salz der Erde

Vier Jahrzehnten lang hat der 70-jährige brasilianische Fotograf Sebastião Salgado rund um den Erdball die Spuren der sich wandelnden Welt und ihrer Geschichte mit seiner Kamera festgehalten und in eindrucksvollen Fotoreportagen dokumentiert. Dabei wurde er Zeuge von Kriegen, Vertreibungen, Hungersnöten und jeder Menge Leid. Seine Fotografien haben einen bestimmten Blick auf die Welt. Für Salgado stellte seine Berufung eine seelische Aufgabe dar, bei der er oft am Rande der Verzweiflung stand. Rettung brachte ein neues Projekt: die Fotodokumentation "Genesis", in der er sich den unberührten, paradiesischen Orten der Erde widmet, von denen alles Leben seinen Ausgang nahm. Diese Fotografien sind eine Hommage an die Schönheit unseres Planeten. Sein Sohn Juliano Ribeiro Salgado, der ihn oft bei seinen Reisen begleitete und Filmemacher Wim Wenders, der Salgados Kunst schon lange bewundert, setzen dem Leben und der Arbeit des Fotografen mit dem Film ein dokumentarisches Denkmal.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 10:32 Uhr
Pride

Margaret Thatcher, die eiserne britische Premierministerin führt im Sommer 1984 einen erbitterten Kampf gegen die Gewerkschaft der Minenarbeiter, die sich im Streik gegen die Privatisierung und Schließung der Minen auflehnt. Hilfe kommt unerwartet von der Initiative "Lesbians and Gays Support the Miners" (LGSM), die Geld sammelt, um die Streikkasse der Gewerkschafter zu unterstützen. Doch die Nationale Union der Minenarbeiter hegt ihre Vorurteile und will nichts davon wissen. Das veranlasst eine kleine Gruppe, angeführt von Buchhändler Mike (Joseph Gilgun) und dem Aktivisten Mark (Ben Schnetzer), direkt in ein walisisches Dorf zu fahren, um dort die gesammelten Spenden zu übergeben. Zwar stoßen sie auch hier auf Vorurteile und Ablehnung, doch der Großteil der Menschen im Dorf nimmt die Unterstützer gastfreundlich auf, allen voran der schüchterne Cliff (Bill Nighy) und die resolute Hefina (Imelda Staunton). Aber auch der lokale Anführer der Streikenden, Dai (Paddy Considine), ist begeistert und setzt sich für eine intensive Zusammenarbeit ein.

Freitag, 31. Oktober 2014 - 10:19 Uhr
5 Zimmer, Küche, Sarg

Es sind meist dieselben Probleme, mit denen sich viele Wohngemeinschaften herumschlagen müssen. Mal wird der Putzplan oder der Küchendienst nicht eingehalten, mal die fällige Miete nicht gezahlt oder es gibt zwischen einigen der Mitbewohner böses Blut. Das ist ein gutes Stcihwort für die ganz besondere WG aus Wellington, von der dieser Film handelt. Bei den fünf Bewohnern handelt es sich nämlich um Vampire, die allesamt mit der Unsterblichkeit und dem Leben Untote klarkommen müssen. Petyr (Ben Fransham) ist der Ältesten der Gruppe. Mit seinen 8000 Jahren macht sich die Senilität schon stark bemerkbar. Aus Versehen macht er den jüngeren Nick (Cori Gonzales-Macuer) zum Blutsauger. Nun müssen Die meisten Wohngemeinschaften müssen sich mit denselben Problemen rumschlagen. Putzpläne und Küchendienste werden nicht eingehalten, Mieten nicht gezahlt und zwischen den Mitbewohnern gibt es auch öfter mal böses Blut. Blut ist bei einer ganz besonderen WG in Wellington das richtige Stichwort. Bei den fünf Männern handelt es sich nämlich um Vampire, die allesamt mit den Tücken des Alltags, der Unsterblichkeit und ihrem untoten Dasein klarkommen müssen. Bei Petyr (Ben Fransham), dem ältesten der Gruppe, ist mit 8000 Jahren die Senilität schon stark spürbar, sodass er aus Versehen den jüngeren Nick (Cori Gonzales-Macuer) zum Blutsauger macht. Nun müssen Vladislav (Jemaine Clement), Viago (Taika Waititi) und Deacon (Jonathan Brugh) den neuen Unsterblichen anlernen und gleichzeitig dem Kamerateam, das sie für eine Dokumentation stets begleitet, die Welt der Vampire zeigen. Vladislav präsentiert seine Folterkammer, Viago betrauert als Dandy den Verlust seines Spiegelbildes, Deacon gibt den schlimmen Finger und Nick redet mit jedem, den er trifft, über seinen neuen Lebenswandel.

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 11:58 Uhr
Filme ab dem 23. Oktober 2014:

Hin und weg
Northmen - A Viking Saga
Am Sonntag bist du tot
Die Boxtrolls

Coming In
Denk wie ein Mann 2
Dieses schöne Scheißleben
For No Eyes Only
Good Luck Finding Yourself
Ich bin das Glück dieser Erde
Der Kreis
Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 11:56 Uhr
Northmen - A Viking Saga

Eine Trupp Wikinger unter der Führung von Asbjörn (Tom Hopper) ist auf dem Weg zur Insel Lindisfarne im Nordosten Englands. Die Nordmänner wissen, dass sich dort Goldschätze befinden, werden aber auf ihrem Weg zur Insel von einem heftigen Sturm überrascht. Gestrandet vor der Küste Schottlands sind sie im feindlichem Gebiet und ihr nächster Stützpunkt Danelag ist weit entfernt. Der Weg ist alles andere als sicher, denn schottische Söldner sind bereits auf der Jagd nach ihnen. Beauftragt hat sie der Schottenkönig Dunchaid (Danny Keogh), der seine Reichtümer schützen will. Nur der geheimnisvollen Mönch Conrall (Ryan Kwanten) unterstützt die Wikinger, gewährt ihnen Unterschlupf, doch verrät er ihnen nicht seine wahren Motive. Nun müssen die tapferen Krieger in den Highlands, Wäldern und Sümpfen Schottlands einen blutigen Kampf um Leben und Tod führen:

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 11:49 Uhr
Die Boxtrolls

Unter den Straßen von Cheesebridge hausen die Boxtrolls, die von den menschlichen Bewohnern der Oberfläche gefürchtet werden. Die in Pappkartons lebenden Monster verlassen nur nachts ihre unterirdische Heimat, um in den Abfällen der Menschen nach Interessantem zu suchen. Zahlreiche Schauergeschichten ranken sich um die Boxtrolls. Besonders lauthals meldet sich immer Archibald Snatcher (Originalstimme: Ben Kingsley) zu Wort, der die kleinen Trolle ausrotten möchte, um als Retter gefeiert zu werden und sich so in der Oberschicht der Gesellschaft zu etablieren. Doch so schlimm sind die kleinen Trolle gar nicht. In Wirklichkeit sind sie scheu und liebenswürdig, wenngleich nicht sehr reinlich. Vor Jahren haben sie sogar den Waisenjungen Eggs (Isaac Hempstead-Wright) bei sich aufgenommen. Als dieser die Bürgermeistertochter Winnifred (Elle Fanning) kennenlernt, wollen die Kids die Erwachsenen darüber aufklären, was der fiese Snatcher im Schilde führt, aber der setzt alle Hebel in Bewegung, um das zu verhindern...

Donnerstag, 23. Oktober 2014 - 11:41 Uhr
Am Sonntag bist Du tot

Wenn ein irischer Dorfpriester an seiner eigenen Gemeinde verzweifelt, stehen zwei Männer im Fokus: Filmemacher John Michael McDonagh und sein Hauptdarsteller Brendan Gleeson, die hier zum zweiten Mal zusammenarbeiteten ein irisches Dream-Team. Der 59-jährige Brendan Gleeson stammt aus Dublin und ist ein waschechter Ire. Der Vater von vier Kindern, darunter Sohn Domhnall, der in die Fußstapfen seines Vaters trat und neben ihm in dem Film zu sehen ist. Bevor Brendan Gleeson ins Filmfach wechselte, unterrichtete er Mathematik und debütierte 1989 im Alter von 34 Jahren in „Der Punisher“, wo er einen Gefängniswärter verkörperte. Obwohl er damals nicht mal im Abspann erwähnt wurde, folgte nur ein Jahr später seine erste größere Rolle in der irischen Produktion „Das Feld“. Während er in Blockbustern wie „Braveheart“, „Mission: Impossible II“ oder „Harry Potter“ seine Karriere über Jahre gut vorantrieb, kam der Brite John Michael McDonagh erst 2000 mit einem selbstgeschriebenen und -gedrehten Kurzfilm zum bewegten Bild. Damit inspirierte der selbsternannte „Londoner Ire“ auch seinen Bruder Martin, der für seinen ersten Spielfilm „Brügge sehen… und sterben?“ Gleeson verpflichtete. So schließt sich der Kreis. Drei Jahre später stand Gleeson dann für John Michael und sein Kinofilmdebüt „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“ vor der Kamera. Diese erste Zusammenarbeit bewies, dass die Chemie zwischen den beiden Charakterköpfen stimmt. Der Film wurde als Mischung aus bissigem Gesellschaftsdrama, rauen irischen Landschaften und einem herrlich kauzigen Protagonisten begeistert aufgenommen. Jetzt folgt der nächste Film, in dem Gleeson als verschrobener Inselbewohner auftrtt, der als Dorfpriester gegen das eigene Volk ankämpft, das den Glauben in Gott und die Kirche längst verloren hat. Korruption, Skandale und Verbrechen liegen an der Tagesordnung und Vater James beginnt allmählich, am Sittenverfall der Menschen zu zerbrechen.

In der Schuld-und-Sühne-Komödie beweisen Gleeson und McDonagh einmal mehr, dass irische Mentalität verbindet und fruchtbar ist. Priester James Lavelle (Brendan Gleeson) ist ein umgänglicher und gottergebener Mann, doch hat er es in seiner kleinen irischen Gemeinde namens Sligo nicht immer leicht. Doch die alltäglichen Probleme mit den skurrilen Einwohnern sind nichts gegen das, was ihm eines schönen Sonntags widerfährt: Ein Mann droht ihm während der Beichte mit dem Tod und liefert den absurden Grund dafür gleich mit: "Ich werde Sie töten, weil Sie unschuldig sind." Jemand soll also sterben, weil er nichts verbrochen hat? Lavelle begreift nicht, wie ihm geschieht, aber bereits in einer Woche soll seine letzte Stunde schlagen. Da er an das Beichtgeheimnis gebunden ist, beschließt er, sich selbst auf die Suche nach seinem zukünftigen Mörder zu machen und diesen auf den Pfad Gottes zurückzuführen. Keine leichte Aufgabe in einer Gemeinde, in der ein Einwohner sich merkwürdiger und weniger kooperativ verhält als der nächste. Nebenbei muss er sich auch noch um seine labile Tochter Fiona (Kelly Reilly) kümmern. Als wäre das nicht genug, bemüht er sich zusätzlich nach Kräften, seinen Gemeindemitgliedern bei ihren mannigfaltigen Problemen zu helfen.

Montag, 13. Oktober 2014 - 14:26 Uhr
Althen, Liebling, ich bin im Kino!

Der Mittfünfziger Claudius Seidl von der FAZ schreibt seit 1983 Filmkritiken, erst für die Süddeutsche Zeitung, dann auch für die Zeit und Tempo. Von 1990 bis 1996 er Kulturredakteur beim SPIEGEL, lange als Ressortchef. Danach ging er als stellvertretender Feuilletonchef zur Süddeutschen Zeitung, bis man ihm 2001 die Leitung des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung anvertraute. Seidl hat auch viele Bücher zu Filmthemen verfasst, zuletzt zusammen mit Michael Ballhas "Bilder im Kopf. Die Geschichte meines Lebens". Aus seiner Arbeit kannte er den drei Jahre jüngeren Michael Althen gut. Der Münchener arbeitete lange Jahre als Filmkritiker der Süddeutschen Zeitung und später als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Vor drei Jahren starb er in Berlin. Zur Erinnerung an ihn hat die FAZ den Michael-Althen-Preis für Kritik ausgeschrieben, der alljährlich vergeben wird.

In dem Buch finden sich die besten Texte des begnadeten Kritikers, einen, der nicht seine Brillanz und Pointensicherheit zur Schau stellte oder uns belehrte, sondern der uns ebenso passioniert wie charmant auf die kleinen Gesten aufmerksam machte, die uns bei großen Filmen bis ins Herz treffen können. Texte, die über ihren unmittelbaren Anlass hinaus Bestand haben. „Mittlerweile sind wir wahrscheinlich vollständig verdorben," schieb er einst, "aber das macht nichts, weil wir im Kino ein zweites Leben gefunden haben, das viel besser ist als das unsere und ihm doch aufs Haar gleicht. Darin liegt die doppelte Natur des Kinos: dass es stets Auskunft gibt über das, was ist, und das, was möglich wäre, darüber, wer wir sind und wer wir gerne wären.“

Samstag, 11. Oktober 2014 - 16:17 Uhr
Filme ab dem 16. Oktober 2014:

Teenage Mutant Ninja Turtles
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth
20,000 Days on Earth
Arteholic
Björk: Biophilia Live
The Cut
Das große Museum

Incir Reçeli 2
Posthumous
Der Richter. Recht oder Ehre
Tableau Noir - Eine Zwergschule in den Bergen
Die Vampirschwestern 2 - Fledermäuse im Bauch
Weil ich Künstler war
Wie in alten Zeiten
Winterkartoffelknödel

Samstag, 11. Oktober 2014 - 16:12 Uhr
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth

Thomas (Dylan O'Brien) wacht in einem Aufzug auf, doch er erinnert sich an nicht mehr als an seinen Vorname. Die restlichen Erinnerungen sind verschwunden. Doch Thomas ist nicht allein: Als sich die Aufzugtür öffnet, strömen weitere Teenager auf ihn zu und begrüßen ihn. Der Ort, an dem er ist, nennt sich „die Lichtung“ und wird von einer großen Steinwand umschlossen. Genau wie Thomas wissen die anderen nicht, wie und warum sie dorthin gelangt sind. Sie wissen nur, dass sich jeden Tag Türen in der Steinwand zu einem Irrgarten öffnen. Nachts schließen sich die Türen wieder und einmal im Monat bringt der Aufzug einen neuern Jugendlichen. Als eines Tages ein Mädchen (Kaya Scodelario) den mysteriösen Ort erreicht, ist es eine Sensation, denn sie ist das erste Frau in der aus 60 Personen bestehenden Gruppe. Jeder hat seine Aufgabe - einige werden ausgewählt, durch das Labyrinth zu laufen und den Verlauf der Mauern aufzuzeichnen. Doch im Irrgarten scheinen sie nicht allein zu sein...

Samstag, 11. Oktober 2014 - 16:04 Uhr
Das große Museum

Der Dokumentarfilm über den Alltag im weltberühmten Kunsthistorischen Museum in Wien wirft einen Blick hinter die Kulissen. Wie viele Menschen in unterschiedlichsten Positionen sind wohl nötig, um eine solche Institution zu betreiben? Gezeigt wird das volle Spektrum des Arbeitsalltags: Bilder werden auf Insektenfraß untersucht, zahlreiche Restaurationsarbeiten durchgeführt, das Budget wird in zahllosen Meetings geplant und man erörtert, wie man weitere Geldmittel für das Museum beschaffen kann. An anderer Stelle werden Marketingkampagnen erarbeitet und Besuche von Politikern vorbereitet. Aber auch die internen Probleme und Konflikte werden nicht ausgespart.

Samstag, 11. Oktober 2014 - 16:00 Uhr
20.000 Days on Earth

Nick Cave ist einer der erfolgreichsten Künstler unserer Zeit. Neben seiner Karriere als Musiker ist der Australier auch auf zahlreichen weiteren Feldern der Kunst aktiv. Das Filmprojekt porträtiert die 24 Stunden des 20.000sten Tages in seinem Leben und vermischt fiktive Begebenheiten mit dokumentarischen Aufnahmen. Ein Psychoanalytiker unterhält sich mit Cave und versucht, dessen Wesen auf den Grund zu gehen und den Akt seines künstlerischen Schaffens zu erkunden. Was bedeutet es, wenn man ununterbrochen kreativ tätig ist? Was passiert abseits der Bühnen dieser Welt? Wie wird ein Mensch zu dem, was er ist und woraus besteht ein Leben überhaupt? Diese existenziellen Fragen diskutiert Cave mit seinen Freunden Blixa Bargeld, Kylie Minogue und vielen weiteren und nimmt den Zuschauer mit auf eine ganz besondere Reise in seine Seele und Musik.

Samstag, 11. Oktober 2014 - 15:55 Uhr
Der Richter - Recht oder Ehre

Der smarte Hank Palmer (Robert Downey Jr.) hat seinem kleinen Geburtsort schon vor Jahren den Rücken gekehrt und arbeitet seither als gleichsam skrupelloser wie erfolgreicher Anwalt in der Großstadt. Auch sonst hat Hank den Kontakt zu seiner Familie längst abgebrochen. Als er vom Tod seiner Mutter erfährt, kehrt er das erste Mal nach langer Zeit widerwillig nach Hause zurück. Nach seiner Ankunft wird der Großstadtanwalt auch gleich mit weiteren familiären Problemen konfrontiert: Vater Joseph (Robert Duvall), der vor seinem Ruhestand Richter des Städtchens war, ist an Alzheimer erkrankt und wird des Mordes angeklagt, da er einen Mann willentlich überfahren haben soll. Um diesen Anschuldigungen zu begegnen, übernimmt Hank die Verteidigung seines Vaters. Durch die Krankheit wird der Beweis der Unschuld erheblich erschwert und Hank findet in seinen persönlichen Ermittlungen mehr über die Familie heraus als ihm lieb ist...

Samstag, 11. Oktober 2014 - 15:37 Uhr
Filme ab dem 9. Oktober 2014:

The Equalizer
The Riot Club
Annabelle
Der Brand
Following The Ninth - Auf den Spuren von Beethovens letzter Symphonie
Gefällt mir
Ein Geschenk der Götter
Get On Up
Hirngespinster
Jack
Lamento
Mein Freund der Delfin 2
One Direction: Where We Are
Ribbit 3D
The Salvation
Was bin ich wert?
Wish I Was Here

Samstag, 11. Oktober 2014 - 14:37 Uhr
The Equalizer

Als Angestellter eines Baumarkts führt Robert McCall (Denzel Washington) ein unscheinbares Leben. Niemand darf wissen, dass er einst Agent eines Spezialkommandos war und seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat. Nun versucht er seine neue Identität und das friedliches Leben in Boston vor den Schatten der Vergangenheit zu schützen. Doch seine zurückgezogene Lebensweise, Ernsthaftigkeit und Gerechtigkeitsliebe machen ihn zu einem ausgezeichneten Ermittler. So kommt es, wie es kommen muss: Als die Prostituierte Teri (Chloe Moretz) von ihrem Zuhälter Slavi (David Meunier) verprügelt wird, greift er ein. Es gibt Tote und bald ist die Russenmafia in Gestalt des Furcht einflößenden Teddy (Martin Csokas) hinter ihm her. Seine Vergangenheit als "Equalizer" droht ihn einzuholen...

Samstag, 11. Oktober 2014 - 14:33 Uhr
Get On Up

Schon in jungen Jahren wurde James Brown (Chadwick Boseman) von seiner Tante Honey (Octavia Spencer) darin bestärkt, dass aus ihm eines Tages ein großer Künstler werden würde. Trotzdem gerät der in ärmlichen Verhältnissen aufwachsende James auf die schiefe Bahn und landet mit 16 Jahren im Gefängnis. Dort entdeckt der Heranwachsende seine wahre Liebe für die Musik. Wieder auf freiem Fuß macht sich James durch Engagements in einem Gospel-Chor und einer R&B-Gesangsgruppe schnell einen Namen und entwickelt seinen ganz persönlichen Stil, gerät schließlich gar auf den Schirm von Talentscout Ben Bart (Dan Aykroyd). Während seine Karriere gedeiht, wird James ganz nebenbei noch zu einer ikonischen Figur der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Doch bei allem Erfolg hat der Künstler auch immer wieder mit familiären Problemen zu kämpfen…

Samstag, 11. Oktober 2014 - 14:30 Uhr
The Salvation

Der Däne Jon (Mads Mikkelsen) ist schon vor einiger Zeit nach Amerika ausgewandert. 1871 ist er überglücklich, dass endlich seine Frau Marie (Nanna Øland Fabricius) und sein zehn Jahre alter Sohn Kresten (Toke Lars Bjarke) zu ihm und seinem Bruder Peter (Mikael Persbrandt) nachziehen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft werden Frau und Kind von Banditen getötet, die Jon darauf erschießt. Einer der Toten ist der kleine Bruder (Michael Raymond-James) des gefürchteten Bandenanführers Delarue (Jeffrey Dean Morgan), der die Gegend terrorisiert, alle Ortschaften erpresst und nun auf Rache aus ist. Im nahen nahen Örtchen Black Creek richtet er erst einmal ein paar Bürger hin, um den anderen klarzumachen, dass sie ihm den, der für den Tod seines Bruders verantwortlich ist, ausliefern müssen. Der Sheriff Mallick (Douglas Henshall) verhaftet Jon daraufhin und übergibt ihn an Delarue…

Samstag, 11. Oktober 2014 - 14:18 Uhr
Der Brand

Beim Tanzen lernt die selbstbewusste 35-Jährige Judith (Maja Schöne) den charmanten und attraktiven Ralph Nester (Wotan Wilke-Möhring) kennen. Auf dem Nachhauseweg wird der jedoch plötzlich gewalttätig, missbraucht die junge Frau und lässt sie am Flussufer zurück. Judith kämpft nun mit allen Mitteln dafür, weiter die starke Frau zu bleiben, die sie immer war. Doch die Folgen der Vergewaltigung überschatten jeden ihrer Schritte. Schlimmer wird es, als niemand ihrer Anschuldigung glauben will, denn Ralph ist Familienvater, Arzt und ein angesehener Bürger. Er hat gute Chancen straffrei davonzukommen. Judith ist verzweifelt und hat einen äußerst radikalen Weg vor Augen, um ihr Recht doch noch geltend zu machen.

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