Stüben/Kiefer, Frauen und Alkohol
Stüben/Kiefer, Frauen und Alkohol
(c) Kailash
Nicht nur Männer haben beim Thema Alkohol ein Problem. Auch viele Frauen trinken zu viel und tun sich schwer, ihre Sucht aufzugeben. Auch die Joiurnalistin Nathalie Stüben kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung. Doch seit neun Jahren ist sie nüchtern und hat zusammen mit anderen Betroffenen die deutschsprachige Nüchternheitsbewegung gegründet – eine Gemeinschaft von Menschen, die ohne Alkohol leben und das feiern. Bekannt wurde sie durch ihren Podcast »Ohne Alkohol mit Nathalie«, in dem sie offen über Alkoholprobleme spricht. Mittlerweile erreicht sie mit ihren Social-Media-Kanälen, ihren Onlineprogrammen »Die ersten 30 Tage ohne Alkohol« und »Abstinenz stabilisieren« sowie ihren Medienauftritten ein Millionenpublikum. Jetzt hat sie zusammen mit Falk Kiefer ein Buch darüber geschreiben, Kiefer ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, hat einen Lehrstuhl für Suchtforschung der Universität Heidelberg und ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie. Er gilt als einer der renommiertesten Suchtforscher Deutschlands und beschäftigt sich mit individuellen Faktoren wie Geschlecht, Persönlichkeit, Neurobiologie und sozialem Kontext in der Entstehung und Behandlung von Suchterkrankungen. |
In dem Buch analysieren die Autoren Alkohol zu trinken, ist für Frauen mittlerweile selbstverständlich. Sie tun es, um zu feiern, um dazuzugehören oder sich kultiviert zu fühlen. Aber auch, um Sorgen, Überforderung und Ängste zu bewältigen. Trinkmuster, die für ältere Generationen noch undenkbar gewesen wären, gehören heute zum Alltag und sind gesellschaftlich akzeptiert. Das hat fatale Folgen. |
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(c) Magazin Frankfurt, 2026
