Das eigene KI-Fotobuch

MYPOSTER KI-Fotobuch

(c) Myposter

In der Zeit um Weihnachten ist Gemütlichkeit angesagt. „Hygge“ nennen das die Dänen und beschreiben damit ein Lebensgefühl von Gemütlichkeit, Geborgenheit und Zufriedenheit, das durch das bewusste Genießen des Augenblicks mit lieben Menschen entsteht. Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphäre sind dafür zwei ganz passende Begriffe für die Zeit bei Kerzenlicht, guten Gesprächen, leckerem Essen und einer entspannten Atmosphäre mit der Natur und bei sanfter Beleuchtung.

Manch einer kommt dabei auf die gute Idee, gemeinsame Erinnerungen, die auf Fotos festgehalten wurden, zu einem Buch für die Liebsten zusammenzustellen. Seit einiger Zeit ist das gar nicht so schwierig, denn auch dort kann die Künstliche Intelligenz, kurz KI, viel Arbeit abnehmen, denn was vielen von uns meist eher fehlt, ist ausreichend Zeit, um Fotos zu sortieren, Layouts anzupassen oder ein Design zu wählen. Das kann die KI inzwischen ganz nach unseren Wünschen automatisieren und nimmt dabei einen großen Teil der Arbeit ab, so dass ein eigenes Fotobuch schon beim ersten Entwurf fast professionell wirkt.

Wir haben das ganze jetzt einmal mit einem Fotobuch bei MyPoster.de ausprobiert. Zuerst haben wir Fotos vom Handy, Computer oder Google Fotos hochgeladen. Das ging recht fix. Dabei erkennt die KI anhand der Metadaten, welche technische Infos und gespeicherte Beschreibungen enthalten, auch wenn man Fotos aus unterschiedlichen Ordnern hochlädt, wann und wo die Fotos aufgenommen wurden, um so eine stimmige Timeline zu basteln, die eine Geschichte der Fotos erzählen kann.

Die KI ist dabei in der Lage, die Bildqualität zu optimieren und automatisch Belichtung, Farben und rote Augen anzupassen, damit auch schwierige Lichtverhältnisse kein Problem sind. Allzu hoch sollte man dabei allerdings die Erwartungen nichts schrauben, denn unscharfe Fotos sortiert die KI leider nicht aus und so kann man beim Erhalt des Buches schon mal die ein oder andere Überraschung erleben.

Hier wäre es sicherlich sinnvoll, wenn die KI den Kunden auf Mängel hinweist, damit er solche Bilder ausschließen kann. Auch doppelte Fotos muss man per Hand aussortieren, damit sie nicht hintereinander im Fotobuch landen.

Sehr praktisch ist die Layoutfunktion, die man nach unterschiedlichen Kriterien auswählen kann. Wer nicht der Vorgabe eines „ausgewogenen“ Layouts folgen möchte, kann „luftig“ wählen, was die Bilder eleganter erscheinen lässt, „vollflächig“, um den Bildern maximalen Platz einzuräumen, „fokussiert“, um das Wesentliche in den Mittelpunkt zu rücken oder „gleichmäßig“, um ein ruhiges und klares Gesamtbild zu erreichen. Die KI gruppiert dann die Bilder passend, schneidet sie zurecht und setzt sie in moderne, magazinartige Seitenlayouts, die hochwertig aussehen und ohne langes Tüfteln funktionieren.

Für die Gestaltung des Hintergrunds gibt es neben zahlreichen Vorlagen auch die Möglichkeit den Farbton oder eine Farbpalette selbst zusammenzustellen. Leider klappt die KI beim Schnitt der Bilder nicht immer optimal und man hat nicht immer den Eindruck, dass die Intelligenz – und sei sie auch nur künstlich – immer funktioniert.

Wer das wirklich Wesentliche in seinem Fotobuch haben möchte, sollte sich also - trotz KI - die Zeit nehmen, es gründlich zu planen, zusammenzustellen und zu kontrollieren. Manchmal ist weniger mehr und Erinnerungen werden auch durch eingestreute Texte, bei denen man eine breite Palette an Positionen, möglichen Schriftarten und Größen angeboten bekommt, lebendig. Summa summarum bietet das KI-Fotobuch, das man in DIN A 4-Größe schon ab 24,99 Euro bestellen kann, ein tolles und hochwertiges Geschenk, für das man allerdings – auch wenn die Werbung damit lockte es in wenigen Minuten zusammenzustellen - etwas mehr Zeit aufgewendet sollte, um ein rundum zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

WKI-Fotobuch, MyPoster, Soft oder Hardcover, 16 bis 156 Seiten, ab 16,99 Euro

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(c) Magazin Frankfurt, 2026