Balzano, Bambino
Balzano, Bambino
(c) Diogenes
Auch in Italien gab Faschisten der ersten Stunde. Im Triest des Nachkriegsjahres 1920 konnte man Mattia ohne Zweife so nennen. Weil sein Gesicht noch bartlos war nennt man ihn allgemein Bambino, doch seine Schläge sind so hart, dass sich die halbe Stadt vor ihm fürchtet. Mattia weiß nicht, wer seine Mutter ist. War es gar eine von drüben? Eine Slowenin? Sein Vater ist Uhrmacher und überzeugter Antifaschist. Er will Mattia nicht verraten, wer sene Mutter war, denn die Frau von der er es geglaubt hatte war es nicht. Im Schlamm und Schmutz des Zweiten Weltkriegs verliert Mattia schließlich alle Gewissheiten, und er muss erfahren, dass der Gewinner von heute der Verlierer von morgen sein kann. |
Der 48-jährige Marco Balzano stammt aus Mailand und ist zurzeit einer der erfolgreichsten Autoren Italiens. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello. Mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Auch im deutschsprachigen Raum war das Buch ein großer Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Mailand. |
(c) Magazin Frankfurt, 2026
