Hustvedt, Ghost Stories
Hustvedt, Ghost Stories
(c) Rowohlt
Siri Hustvedt wurde 1955 in Minnesota geboren. Ihr Literaturstudium an der Columbia University schloß sie mit der Promotion über Charles Dickens ab und schrieb danach bislang sieben Romane. «Was ich liebte» brachte ihr den internationalen Durchbruch, weitere andere wichtige Bücher folgten. Manche kennen Sie auch nur durch ihre Ehe mit dem Schriftsteller Paul Auster, mit dem sie bis zu dessen Tod im Jahr 2024 in Brooklyn nahe dem Prospect Park lebte. Nach dessen bekannt gewordener Lungenkrebs-Erkrankung im Dezember 2022 starb dieser im April 2024 im Alter von 77 Jahren an den Folgen. Als er im Sterben lag, sagte er seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte. |
Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat. |
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(c) Magazin Frankfurt, 2026
