Karlsson, Kalt wie die Luft

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Karlsson, Kalt wie die Luft

(c) Pendragon

Man muss schon sehr weit in den Norden Norwegens reisen, um im malerischen Bodø anzukommen. Von der Küste hat man in der Ferne einen Blick auf die Bergspitzen der vorgelagerten Lofoten, die eines der beliebtesten Zeile der Norwegen-Urlaube sind. Doch unsere Geschichte spielt direkt im kleinen Ort nördlich des Polarkreises, in das die 19-jährige Iselin Hanssen nicht mehr von ihrer Joggingtour zurückkehrt. Wo ist sie geblieben? Auf einem einsamen Pfad findet man blutige Spuren, weshalb der ältere verwitwete Kriminalkommissar Jakob Weber und seine neue Kollegin ais Oslo dazugestossene Noora Yun Sande den Fall übernehmen. Zunächst gehen sie von einer Entführung aus. Doch die Situation wird schnell brisanter, als auf der abgelegenen Insel Røst eine weitere junge Frau spurlos verschwindet. Während der Ermittlungen stößt Weber mit seinem Team auf einen jahrzehntealten Cold Case, der erschreckende Parallelen zur Gegenwart aufweist.

Weber begreift, dass sie es mit einem eiskalten Serientäter zu tun haben, der erneut zuschlagen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dabei kommen Weber die unbekannten Talente seiner neuen Kollegin zugute. Als studierte Botanikerin hat seit ihrer Jugend auf den Lofoten Outdoor-Erfahrung gesammelt und ist seitdem dort gut vernetzt. Autor Ørjan N. Karlssons hat bei der Suche nach Locations einen Vorteil, denn er stammt von den Inseln. Die Suche nach dem Täter führt das Team auch in einen der Lost Places Norwegens, einen verwitternden Bunker aus der Zeit der deutschen Besetzung. Als Serienauftakt dürfen sich die Leser schon auf die drei weiteren Bände freuen.

Orjan N. Karlsson, Kalt wie die Luft, Pendragon, Paperback, 367 Seiten, ISBN 978-3865329295, 24 Euro

(c) Magazin Frankfurt, 2026