Knüwer, Giftiger Grund

Knüwer, Giftiger Grund

(c) Droemer

Für Joran, der frisch aus dem Jugendknast entlassen wurde, sind die ersten Tage in Freiheit ein Desaster: Sein Vater erpresst ihn und auf Jobsuche wird er erniedrigt und schikaniert. Verzweifelt schleicht er schließlich nachts zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Seine letzte Hoffnung ist die Beute, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht verstecken konnte. Doch die Tankstelle ist längst verlassen – ein Lost Place. Statt der Beute findet Joran im Schacht eine Leiche, seinen einstigen Freund und Komplizen Aras. War der Dritte im Bunde sein Mörder?

Der neue Kriminalroman des preisgekrönten Thomas Knüwer handelt von drei Fremden, die mitten in der Nacht an einer verlassenen Tankstelle aufeinander treffen – und eine Leiche finden.

Entsetzt merkt Joran, dass er nicht allein ist auf dem heruntergekommenen Gelände. Da ist Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Der Tote im Schacht wird für alle drei zu einer schicksalhaften Verbindung. Der Krimi lotet geschickt zwischenmenschliche Abgründe aus und führt tief in die deutsche Provinz – dorthin, wo niemand mehr so genau hinschauen will. Hochspannend, erschütternd und absolut süchtig machend! Uns hatte schon Knüwers Debüt "Das Haus, in dem Gudelia stirbt" gut gefallen, der mit dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet und für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert wurde. Aiuch dies ist wieder lohnende Lektüre für Krimifans.

Thomas Knüwer, Giftiger Grund, 0roemer, Broschur, 336 Seiten, ISBN978-3426568460, 18 Euro

(c) Magazin Frankfurt, 2026