Hensel, Es war einmal ein Land
Hensel, Es war einmal ein Land
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Besonders gut ist es mit der Demokratie in Deutschland nicht bestellt. Auch im Westen Deutschlands regt sic h Widerstand gegen die Herrschenden, die eine Politik am Volk vorbei zu machen scheinen. So zumindest schildern es etliche Kollegen und Betroffene. Doch weitaus schlimmer ist die Situation in Ostdeutschland. Dort fehlte die Zeit einen eigenen Wohlstand aufzubauen und so leiden viele Bewohner unter einer missratenen Politk, die andere Schwerpunkte setzt, die man dort nicht nachvollziehen kann. "Das Ende der Demokratie in Ostdeutschland wird kommen. Vielleicht ist es schon da. Wir sollten vorbereitet sein!" schreibt Jana Hensel in ihrem neuen Buch, das im Vorfeld der wahrscheinlich verheerenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern erscheint. |
Sie ist für DIE ZEIT tätig und lebt in Berlin. Das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist. |
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(c) Magazin Frankfurt, 2026
