Schilddrüse im Gleichgewicht
Es ist eine relativ stille Krankheit. Kaum jemand spricht darüber und so wundert sich mancher Betroffene nach der Diagnose, dass es sich bei seiner Schilddrüsenerkrankung, die in Deutschland bei rund jeden Dritten Erwachsenen irgendwann auftritt, um eine Volkskrankheit handelt. In denvergangenen Jahrzehnten hat die Häufigkeit zugenommen und es kann in jedem Lebensalter auftreten, dass sich die Schilddrüse krankhaft verändert, besonders mit zunehmendem Alter.
Grundsätzlich unterscheidet man zunächst erst einmal zwischen hormonellen Fehlfunktionen und Veränderungen in Beschaffenheit und Größe der Schilddrüse, aber häufig gibt es dabei Überschneidungen und Mischformen. Wobei eine strukturelle Veränderung noch nichts über die Funktion aussagt, weshalb Patienten mit einer normal großen und Schilddrüse ohne Knoten sowohl an einer Schilddrüsenüberfunktion- wie an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden können oder mit sehr großen Schilddrüsenknoten oder Krebs völlig normale Schilddrüsenwerte einhergehen.
Um für Betroffene etwas Klarheit in das komplizierte Verhalten der Schilddrüse zu verschaffen hat der Nuklearmediziner und Schilddrüsen-Experte Dr. Wolfgang Braun jetzt in einem Trias-Ratgeber die verschiedenen Erscheinungsformen auch für medizinische Laien beschrieben.
zum Buch
Eine gesunde Schilddrüse in Balance ist das A und O für einen guten Stoffwechsel, für mehr Energie, einen beschwerdefreien Zyklus und Fruchtbarkeit sowie für Verdauung und Gewicht. Oft wird nicht erkannt, dass viele Beschwerden ihre eigentliche Ursache in diesem kleinen, aber so wichtigen Organ haben. Wolfgang Braun führte viele Jahre eine Schilddrüsenpraxis und hat als Nuklearmediziner stets den ganzen Körper im Blick. Auf Basis seiner langjährigen Erfahrungen und neuester Studien sieht er Zusammenhänge, auf die es wirklich ankommt. Wenn Sie fundierte Antworten und passende Lösungen zur Linderung Ihrer Beschwerden suchen, hilft Ihnen dieses Buch weiter – Aha-Erlebnisse inklusive. |
Taktgeber Schilddrüse - Wie sie mit anderen Hormondrüsen wie Nebennieren oder Eierstöcken sowie mit dem vegetativen Nervensystem zusammenarbeitet und welche Auswirkungen Hashimoto, Unter- oder Überfunktion, heiße Knoten oder eine Struma haben. |
Hashimoto
Eine der häufigsten Schilddrüsenerkrankungen ist die Hashimoto-Thyreoiditis, für die es mehere Namen gibt, doch die meisten nutzen nur den Namen des sie vor gut einem Jahrhundert endeckenden Arztes: Hakuro Hashimoto. Die Autoimmunerkrankung führt zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse, bei der das Schilddrüsengewebe durch einen fehlgeleiteten Immunprozesses durch T-Lymphozyten zerstört wird und Antikörper gegen schilddrüsenspezifische Antigene gebildet werden. Auf Dauer führt dies zu einer Unterfunktion, auch wenn es anfangs noch den Eindruck einer Überfunktion zeigen kann. Es ist eine leise Karnkheit, die von vieleln Betroffenen mesit still ertragen wird, da für viele von ihnen der Verlauf leicht verläuft. Heilbar ist die Krankheit (noch) nicht und die Symptome sind vielfältig und anfangs schwierig einzuordnen. Da die Ursache nicht behandelbar ist, muss man medikamentös die nicht ausreichend vom Körper produzierten Schilddrüsenhormone oral zuführen. |
Da Hashimoto ein unspezifisches Beschwerdebild zeigt und schleichend beginnt und so oftmals lange Zeit unentdeckt bleibt, weil man Beschwerden als altersbedingt oder die Wechseljahre schiebt, sollten Sie, besonders, wenn Sie genetisch vorbelastet sind, bei den folgenden Symptomen besser zum Arzt gehen, um eine Erkrankung ausschließen zu können: |
(c) Magazin Frankfurt, 2026
