Karlsruhe - Die Stadt der klugen Köpfe

Heinrich Hertz-Grabmal in Karlsruhe

@ KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, Foto Bruno Kelzer.

Im Jahr 2025 feiert das KIT Karlsruher Institut für Technologie den 200. Gründungstag der am 7. Oktober 1825 ins Leben gerufenen Polytechnischen Schule in Karlsruhe. Sie ist damit eine der ersten technischen Hochschulen in Deutschland. Aus einer kleinen, aber bald feinen Schule ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert die Technische Hochschule Karlsruhe erwachsen. Mit der Gründung des Kernforschungszentrums 1956 wurden rasch intensive Beziehungen zwischen den beiden Forschungseinrichtungen geknüpft. Im Jahr 2009 fusionierten Universität und Forschungszentrum zum Karlsruher Institut für Technologie.

Die Stadt der klugen Köpfe - Stadtführung auf den

@ KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, Foto Andrea Fabr

Bedeutende Namen von Forschern und Entdeckern sind mit der Karlsruher Lehranstalt verbunden: Hier studierten August Thyssen, der einen der größten europäischen Stahlkonzerne aufbaute, Emil Skoda, der den Skoda-Maschinenbaukonzern gründete, Ferdinand Redtenbacher, Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus, bis hin zu Geophysiker und Astronaut Alexander Gerst. 1886 konnte hier der Physiker Heinrich Hertz erstmals elektromagnetische Wellen nachweisen. Und am 3. August 1984 ging im Karlsruher Institut die erste Internet-E-Mail in Deutschland ein.

Das 200-Jahr-Jubiläum des KIT feiert Karlsruhe 12 Monate lang mit zahlreichen Veranstaltungen und Events. Eine historische Ausstellung „100 Objekte zur Geschichte des KIT“ erzählt anhand von Objekten die bewegte Geschichte des Instituts und die Geschichten der hier seit zwei Jahrhunderten tätigen Menschen. Das KIT und die Wissenschaftsstadt sind in diesem Jahr auch der Aufhänger für die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe vom 14. August bis 14. September, bei denen die barocke Fassade des Karlsruher Schlosses mit Einbruch der Dunkelheit in ein digitales Kunstwerk verwandelt wird. Darüber hinaus gibt es bei Campusführungen über den Campus Süd und den Campus Nord spannende Einblicke in die komplexen Forschungseinrichtungen und die vielfältigen Themen des KIT.

Ohne die revolutionären Erfindungen zweier Karlsruher Tüftler wäre die heutige Mobilität so nicht vorstellbar. Tatsächlich begann die Geschichte des Fahrrads mit der Erfindung des Laufrades vom Karlsruher Forstbeamten Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn (* 29. April 1785; † 10. Dezember), der mit seiner 1817 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellten Laufmaschine den Prototyp des Fahrrades entwickelte. Viele weitere Erfindungen wie der „Wagen ohne Pferde“ oder eine „Schnellschreibmaschine“ gehen auf das Konto von Karl Drais, wie er sich zeitlebens nannte, jedoch hatte er kein Glück mit den Patenten und verstarb verarmt und einsam in Karlsruhe. Heute pilgern Fahrradfans von überallher zu seinem Grab auf dem Karlsruher Friedhof und legen Blumen nieder – oder auch mal eine Fahrradglocke.

Wichtig für die Entwicklung des Individualverkehrs war auch die Erfindung des Benz Patent-Motorwagens Nummer 1 im Jahr 1885. Der Karlsruher Carl Friedrich Benz (* 25. November 1844; † 4. April 1929) war es, der nach seinem Studium am Polytechnikum das erste praxistaugliche Automobil konstruierte und auch die erste Fahrerlaubnis der Welt erhielt, ausgestellt am 1. August 1888 vom Großherzoglich-Badischen Bezirksamt. Der Wegbereiter der Mobilität hat übrigens in seiner Geburtsstadt eine besondere Ehrung erfahren: einen „ewigen Parkplatz“ vor seinem Geburtshaus in der Mühlburger Rheinstraße 22.



HRS

200 Jahre KIT mit vielen Events

@KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, Foto Jörg Donecker

Erkundungstouren durch die Stadt der klugen Köpfe

Zahlreiche Geschichten gibt es über die klugen Köpfe in Karlsruhe zu erzählen, im Badischen übrigens liebevoll „Cleverle“ genannt. Karlsruhes Stadtgründer Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach war apropos auch so einer: Mit seiner neuen Stadt, die er auf dem Reißbrett entworfen hatte, sorgte er für so viel Aufsehen, dass die sogenannte Fächerstadt als städtebauliches Vorbild für Washington D.C. diente. Weitere Anekdoten gibt es auf den spannenden Entdeckungstouren zu Fuß, per Rad oder bequem an Bord des roten Doppeldeckerbusses, zu denen die KTG Karlsruhe Tourismus von April bis November 2025 einlädt.

Studentenflair trifft auf badische Lebensart + „ausgezeichnete“ Cocktails

Insgesamt über 42.000 Studierende an neun Hochschulen prägen das Leben in der Wissenschaftsstadt Karlsruhe. Durch sie wird das Leben in der badischen Metropole vielfältig und bunt. Ein Beispiel ist sicherlich das Kulturprogramm in Karlsruhe: Neben einer großen Bandbreite in der Hochkultur von Oper bis Ballett, regional und international bedeutenden Galerien sowie zahlreichen Museen überzeugt die Kulturstadt durch eine aktive Kleinkunst- und Alternativszene.

Auch beim Essen und Trinken spiegelt sich die weltoffene Studentenstadt Karlsruhe wider. Während die badischen Küche durch französische, schwäbische und schweizerische Einflüsse geprägt ist, lädt das vielfältige Spektrum an internationaler Küche zu einer kulinarischen Entdeckungsreise durch die Fächerstadt ein. Auch beim Ausgehen hat man die Qual der Wahl: Vom zwanglosen Abend in einer der zahlreichen Brauereien oder Kneipen bis hin zum coolen Ambiente in einer der vielen Cocktail-Bars rund um die Hotspots Ludwigsplatz und Hirschhof.

Übrigens, der Bartender des Jahres 2025 kommt nach der Jury-Entscheidung des Feinschmeckermagazin Falstaff aus Karlsruhe: Der „kluge Kopf“ Lennart Geist belebt mit seiner Bar »The Door« nicht nur seit Jahren die Karlsruher Cocktailszene, sondern lebt auch den Zero-Waste-Gedanken. Sein »Sip the City«- Konzept folgt der Prämisse, Zutaten für Drinks nicht nur lokal und nachhaltig zu sammeln, sondern auch über Monate verfügbar zu machen. Nachhaltig und im Sinne des Gastes.





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