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Freitag, 11. Februar 2022 - 12:33 Uhr
Das passende Brot zum Wein

"Auf Emmer und ewig" - so praesentiert der Baeckermeister Kai Schroeer aus Mainz-Kastell sein neues St. Antony Brot, bei dem er neben Dinkel auf das Urkorn Emmer setzt. Entwickelt hat er es zusammen mit Dirk Wuertz, dem langjaehrigen Weinblogger und heutigem geschaeftsfuehrenden Gesellschafter des VDP-Weinguts St. Antony im rheinhessischen Nierstein. Wuertz hatte die Idee zu dem aussergewoehnlichen Brot: Brot, Wein und Pasta sind meine Grundnahrungsmittel. Seit Jahren habe ich vor, ein kraeftiges Brot zu entwickeln, das perfekt zu unseren Weinen passt. Da ich mich privat viel mit Getreide und Teigen beschaeftige, bin ich ueber das Urgetreide Emmer gestolpert, das mir geschmacklich sehr gut gefaellt. Meine eigenen Brotbackversuche mit Emmer sind allerdings gescheitert. Ein Profi musste her. Und ich kenne keinen besseren Baeckermeister als Kai Schroeer. Auch in Frankfurt bekommt man das schmackhafte Brot in den Filialen der Baeckerei.
Bild (c) Matthias Brueckner / St. Antony
Montag, 7. Februar 2022 - 15:47 Uhr
Michaela Thoeni-Kohlers Tiroler Kraeuterbuch

Michaela Thoeni-Kohler stammt aus dem Tiroler Oberland, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Seit 1998 arbeitet sie als Kommunikations-Designerin, doch ihr Interesse gilt den Heilpflanzen. Das Interesse daran pflanzte ihr schon vor Jahren ihr Grossvater ins Herz und nach der Ausbildung zur Kraeuterexpertin ist ihre Freude daran ungebrochen. Seit vielen Jahren gibt sie als "Zammer Kraeuterhex" ihr ueber die Jahre erworbenes Wissen ueber Wildkraeuter und Heilpflanzen bei individuell abgestimmten Kursen, Seminaren, Workshops und Vortraegen an die Menschen weiter.
In diesem Buch widmet sie sich 80 Tiroler Heilkraeutern von Alant bis Zirbe und informiert darueber, wann und wo man diese am besten sammeln kann. Anleitungen zur richtigen Verarbeitung und Aufbewahrung machen das Buch zum idealen Ratgeber fuer Einsteiger wie auch fuer Profis. Tolle Rezepte fuer Speisen und Tees lassen Abwechslung aufkommen und versprechen die perfekte Kombination von Genuss und Wohlbefinden. Sie wundern sich warum wie dieses Buch in Frankfurt vorstellen? Auch fuer Leser ausserhalb Tirols ist es eine gute Lektuere, denn die meisten Kraeuter, wie die Wilde Karde, Sonnenhuete, Beifuss, Loewenzahn, Huflattich, Brennnessel & Co wachsen auch an vielen Orten in Deutschland - und natuerlich auch rund um Frankfurt.
Montag, 7. Februar 2022 - 15:42 Uhr
Deutsche Herrschaft in den besetzten Gebieten

Mit Ruhm bekleckert haben sich die Deutschen nicht, als sie vor 83 Jahren erst Polen und dann immer weitere Laender in einen Krieg verwickelten. Doch wie haben die Zivilgesellschaften der besetzten Laender waehrend des Zweiten Weltkriegs unter der deutschen Besatzung funktioniert? Viel weiss der Normalbuerger nicht darueber. Was bekannt ist, sind teilweise die Siegeszuege oder Niederlagen der Armee, der durch die Wannsee-Konferenz instrumentalisierte Genozid an den Juden in Konzentrationslager im Osten und einzelne Episoden aus Rommels Afrika-Feldzug. Doch wie haben die besetzten Laender auf die Besatzer reagiert? Haben sie sich gestraeubt und - wo immer möglich – Massnahmen der Deutschen gegen die eigene Bevoelkerung behindert oder sich mit einer Appeasement-Politik zu Steigbuegelhalter der Nazis gemacht oder gar aus eigenem Interesse deren Politik umgesetzt? Manchmal reicht ein Blick auf die Zahlen, um solche Fragen zumindest teilweise zu beantworten. So wurden beispielsweise in den Niederlanden ein Grossteil der Juden in den Tod deportiert, waehrend in Belgien die meisten von ihnen ueberlebten. Zu diesen Fragen wird nach wie vor geforscht. Die verfügbaren Informationen hat jetzt der Historiker Wolfgang Benz in einem Buch zusammengefasst und zeigt darin die Folgen nationalsozialistischer Herrschaft in den einzelnen Laendern Europas. Auch die Rolle der Judenraete galt es dabei zu hinterfragen, denn es geht weniger um verspaetete Schuldzuweisungen, sondern um eine Dokumentation der vorhandenen Handlungsspielraeume, Zwaenge und Strukturen.
(c) Magazin Frankfurt, 2026