Christie, Das Geheimnis von Chimneys

Ein dichter Nebel aus Geheimnissen und ein überraschendes Ende

Eigentlich fand Anthony Cade seine Mission ganz einfach: Die Lebensaufzeichnungen des herzoslowakischen Grafen Stylptitch in London bei einem Verlag einreichen und einer Witwe ihre geheimen Liebesbriefe zurückbringen. Was ihn jedoch vor Ort erwartet, ist nicht weniger als eine internationale Verschwörung. Diebstahl, Erpressung, Mord – warum nur sind die Memoiren des Grafen so begehrt? Wer genau ist hinter ihnen her? Der Schlüssel scheint in Chimneys zu liegen, dem historischen Landsitz, wo sich die Verdächtigen ein verräterisches Stelldichein geben.

Beim Namen Agatha Christie denkt man sofort an die vielen Kriminalromane, in denen der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot oder die Amateurkriminalistin Miss Marple die Verbrecher mit Witz und Verstand zur Strecke bringen.

Viele Verfilmungen haben zu ihrer Popularität beigetragen, etwa von „Tod auf dem Nil“, „Mord im Orientexpress“ oder „16 Uhr 50 ab Paddington“. Ein sensationeller Dauererfolg ist auch ihr Bühnenstück „Die Mausefalle“, das seit 1952 im Londoner Westend auf dem Spielplan steht – ununterbrochen! Ein weiteres Highlight ihres Werks ist das Drama „Zeugin der Anklage“, auch dank der Verfilmung mit Marlene Dietrich. Agatha Christie wurde vor 130 Jahren im heutigen Torbay geboren, heiratete in zweiter Ehe den Archäologen M.E.L. Mallowan und starb 1976 in Wallingford.

Agatha Christie, Das Geheimnis von Chimneys, Atlantik, Broschur, 336 Seiten, ISBN 978-3455008074, 12 Euro

(c) Magazin Frankfurt, 2020