O'Farell, Der Sommer, als der Regen ausblieb

Es ist der heißeste Sommer, den die Menschen in England je erlebt haben. Seit Monaten hat es nicht mehr geregnet, in den Gärten verdorrt das Gras, und schon morgens liegt die Julihitze bleiern über London, als Robert Riordan wie jeden Tag das Haus verlässt, um die Zeitung zu holen. Doch er kehrt nicht zurück. Die Suche nach ihm zwingt die drei Kinder von Robert und Gretta zur Rückkehr in ihr Elternhaus: die seit Jahren zerstrittenen Schwestern Monica und Aoife sowie ihren Bruder Michael Francis. Alle drei haben mit privaten Krisen zu kämpfen, und die Sorge um den Vater sowie das plötzliche Aufeinandertreffen spitzen die Probleme und ihre Konflikte untereinander zu.

Sie ahnen nicht, dass Gretta eine Erklärung für Roberts Verschwinden haben könnte, aber ihr Geheimnis nicht einmal jetzt preisgeben kann. Die 42-jährige Maggie O'Farrell ist in Wales und Schottland aufgewachsen und arbeitete Poetry Society und als Literaturredakteurin für den Independent on Sunday. Schon ihr Debütroman, „Seit du fort bist“, brachte ihr den internationalen Durchbruch, für „Bevor wir uns trafen“ erhielt den Somerset Maugham Award und „Die Hand, die damals meine hielt“ wurde mit dem Costa Novel Award ausgezeichnet. Zusammen mit ihrem Mann, dem Autor William Sutcliffe, und ihren Kindern lebt sie in London.

(c) Magazin Frankfurt, 2020