Meyer von Bremen/Rundgren, Food Monopoly

Die preisgekrönte Journalistin Ann-Helen Meyer von Bremen arbeitet meist zu den Themen Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt. Ihr besonderes Interesse gilt dem Weg unserer Nahrung vom Acker auf den Teller. Zusammen mit dem ehemaligen Landwirt Gunnar Rundgren, früher Präsident der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen IFOAM und einer der weltweit renommiertesten Befürworter ökologisch orientierter Landwirtschaft ist sie auf die Recherche gegangen über das riskante Spiel mit billigem Essen, denn nie zuvor waren Lebensmittel in so großer Fülle verfügbar wie heute. Doch unsere Ernährung wird gleichzeitig immer eintöniger.

Was die Landwirtschaft weltweit unter den Bedingungen industrieller Produktion erzeugt, landet zumeist zu Spottpreisen beim Discounter. Was zählt, sind der Standort und niedrige Kosten. Der Markt zwingt Bauern, gegen die Natur zu wirtschaften und deren Belastbarkeitsgrenzen zu überschreiten. Die Autoren sind zu den Brennpunkten der Lebensmittelproduktion gereist: Sie besuchten die Rohstoffbörse in Chicago, Rinderzüchter in Brasilien und Modelle der Selbstversorgung in Afrika. Ihr Fazit: Die Situation ist schlimm, aber nicht hoffnungslos. Trotz wachsender Weltbevölkerung und ungebrochener Profitgier haben sie Beispiele gefunden, wie eine andere Landwirtschaft möglich ist – und zwar ökologisch, gesund und gerecht.

(c) Magazin Frankfurt, 2020