Guter Schlaf ist wichtig - Withing Sleep Analyzer

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Schlafen Sie gut? Wenn ja, können Sie sich glücklich schätzen, denn guter Schlaf ist eine wichtige Basis für ein gesundes Leben. Während tagsüber die Freuden und Probleme des Alltagslebens unserer Aufmerksamkeit fordern, erholen wir uns nachts von dem physischen und mentalen Stress. Werden wird dabei gestört oder schlafen unregelmäßig, erhöht dieser schlechte Schlaf nachweislich das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes. Das hat vor einigen Tagen anlässlich des Tags des Schlafes Withings, der Pionier der Connected Health-Bewegung und Hersteller smarter Gesundheitsgeräte, analysiert. Das Unternehmen geht mit Schlaftrackern in Form von Sensormatten und hybriden Sportuhren, die auch am Tage die Körperwerte analysieren, den Schlafdaten seiner Nutzer auf den Grund und konnte so mit anonymisierten Daten präsentieren, wo die Menschen in Deutschland den gesündesten Schlaf bekommen.

Dabei gibt es durchaus spürbare Unterschiede. Unter der Woche schläft Deutschland nach Analyse der Schlafdaten im Schnitt sieben Stunden pro Tag. Das ist ok, denn die medizinisch empfohlene Dauer soll bei sechs bis acht Stunden pro Nacht liegen. Dabei sind die Bewohner Sachsen-Anhalts mit sechs Stunden und 50 Minuten deutschlandweit die Kurzschläfer, während man in Mecklenburg-Vorpommern an Werktagen durchschnittlich 20 Minuten länger schläft. Das klingt nach wenig, doch summiert es sich aufs Jahr gerechnet zu fünf vollen Tage, die man dort länger im Bett verbringt.

Auch mit dem Aufstehzeitpunkt liegt Sachsen-Anhalt vorn. Kommt man dort am Wochenende um 8:21 Uhr aus dem Bett, ist es werktags schon um 6:49 Uhr. Berliner oder die Bewohner von Meck-Pomm bleiben lieber etwas länger liegen. In der Woche sind es die Berliner, die um 7:44 Uhr als letzte aus dem Bett kriechen, am Wochenende die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern, die erst um 9:07 Uhr ans Aufstehen denken. Dabei ergab die Analyse, dass Deutsche am Wochenende keinesfalls Langschläfer sind. Im Schnitt schlafen sie dann sieben Stunden und 20 Minuten. Die Sachsen sind schon 34 Minuten früher wach – vor den Bewohnern aller anderen Bundesländer. Ihre Nachbarn in Thüringen gönnen sich im Vergleich 49 Minuten mehr Schlaf und zählen damit zu den Wochenend-Schlafmützen.

Doch Schlaf ist nicht gleich Schlaf. „Erholsamen Schlaf bekommt man nicht allein durch lange Nächte: Die Schlafphasen (REM, Tiefschlaf und leichter Schlaf), die Regelmäßigkeit der Einschlaf- und Aufstehzeiten sowie Unterbrechungen spielen eine Rolle. Withings Algorithmus berechnet aus diesen Faktoren einen Schlaf-Index, der Nutzer einfach über die Qualität ihrer Nacht informiert”, erklärt Prof. Dr. Pierre Escourrou, ein Pariser Schlafmediziner und Withings Schlaf-Experte. Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass im bundesweiten Vergleich die Bewohner im hohen Norden an Wochenenden am gesündesten schlafen. Vorreiter sind die Bewohner von Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Schleswig-Holstein und Berlin. Den schlechtesten Wochenendschlaf finden Withings-Nutzer in Rheinland-Pfalz.

Werktags leiden die Saarländer unter wenig erholsamen Nächten, während Schleswig-Holsteiner dort die besten Werte erzielen, dicht gefolgt von Berlin. Bei Werten zwischen 70 und 77,6 von 100 gibt es zwar Unterschiede aber „insgesamt haben deutsche Withings-Nutzer eine gute Schlafqualität“, freut sich Escourrou. „Ich sehe dafür zwei mögliche Gründe: Erstens, dass regelmäßiges Beobachten der eigenen Schlafgewohnheiten zu gutem Schlaf führt und zweitens, dass Wearables-Träger tendenziell mehr Bewegung bekommen und damit gesündere Nächte haben”.

Bei der Analyse stellte sich heraus, dass Lockdown und Home-Office das Schafverhalten der Deutschen kaum verändert haben. Zwar gingen die Withings-Nutzer während der Kontaktbeschränkungen früher ins Bett und schliefen im Schnitt auch acht Minuten länger als sonst, doch standen sie zur gewohnten Zeit auf. Nutzer im Ausland nutzten den Lockdown im Durchschnitt, um 20 Minuten länger im Bett zu bleiben und später aufzustehen. Die geschlossenen Lokale sorgten insgesamt für ein regelmäßiges und damit gesünderes Schlafverhalten. Die Uhrzeit, zu der Nutzer am Wochenende und an Werktagen ins Bett gehen, glich sich an.

Unser Test

Wir haben Withings smarte Schlafsensormatte Sleep Analyzer getestet, die im Schlaf mit der sogenannten Ballistokardiographie die Herzaktivität aber auch Atemfrequenz und Bewegungserfassung überwacht und so Schlafapnoe erkennt. Es ist ein einfach zu bedienende vernetzte Geräte, mit denen tägliche Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt werden und die uns dabei unterstützen, langfristige Gesundheitsziele zu erreichen. Alle gesammelten Daten werden in einer kostenfreien Health Mate App übersichtlich dargestellt, die den Nutzer coacht und ihm motivierende Empfehlungen und Einblicke in seine Gesundheit bietet, die er dann mit seinem Arzt teilen kann, um seine Gesundheit zu verbessern.

Die Inbetriebnahme ist auch für technisch nicht Versierte denkbar einfach. Man installiert die Health Mate App aus dem jeweiligen App Store, legt ein Konto an, wählt den Sleep Analyzer aus und platziert dann die flache 64 cm lange und knapp 20 cm breite Sensormatte auf Höhe des Herzens unter der Matratze, also fern vom Körper. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine dünne oder dicke Matratze, ein Federkern- oder Latexmodell handelt. Dann schließt man die Matte über das Kabel und den beigefügten Adapter ans Stromnetz an und koppelt sie mit der App. Nach Eingabe von Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Größe und Gewicht ermittelt sie den Standort und beginnt mit der bis zu 10 Minuten dauernden Kalibrierung, während der das Bett nicht belastet werden soll. Fertig ist die Einrichtung.

Nach der ersten Nacht war ich neugierig und schaute schon im Bett auf die App. Anfangs vermutete ich, dass etwas falsch gelaufen sei, da keine Aktivitäten verzeichnet wurden, doch kaum hatte ich das Bett verlassen, gab die Sensormatte die Daten über WLAN an die App weiter und diese sagte mir genau, wann ich am Abend zuvor ins Bett gegangen bin, wie lange ich bis zum Einschlafen gebraucht und wie lange ich nach dem Aufwachen noch im Bett geblieben bin. Auch die verschiedenen Phasen meines Schlafs mit Tiefschlaf, REM-Phasen und leichtem Schlaf konnte ich detailliert über den Zeitverlauf verfolgen.

Schlafunterbrechungen wurden mit der Wachdauer festgehalten, meine Herzfrequenz akribisch verfolgt und der Grad einer eventuellen Schlafapnoe medizinisch genau ermittelt. Denn wenn es während des Schlafes zu verminderter Atmung oder gar zu Atemaussetzern kommt, kann das für die Gesundheit sehr gefährlich werden. Auch zeichnete das Gerät auf, wann, wie oft und wie intensiv ich geschnarcht habe.

Das Mithören kann man übrigens über die App deaktivieren. Anfangs war ich skeptisch, da wir ein Doppelbett haben und mein Partner ebenfalls schnarcht, doch mithilfe eines Algorithmus erkennt die App andere Störgeräusche und schaltet sie aus. Meinen Partner erkennt sie durch den Vergleich unserer unterschiedlichen Schnarchmuster. Sowohl der Schlaf, wie die Schlafapnoe werden dann von der App gewichtet und ein grüner, gelber oder roter Punkt zeigt mir an, ob alles in Ordnung ist oder ich meine Daten besser mit meinem Arzt teilen sollte. Auch schlägt die App andere passende Maßnahmen vor, um meine Gesundheit zu verbessern. Am Ende der Woche erfogt eine Analyse der Einzelwerte des Schlaf-Index. Um die Daten so genau wie möglich ermitteln zu können, kalibriert sich die Matte täglich außerhalb der Ruhephasen. Sehr hilfreich ist, dass man die Analyse der eigenen Werte mit Freunden und Experten teilen kann, die so ein genaues Bild der analysierten Körperfunktionen erhalten.

Doch was passiert eigentlich, wenn ich ein Mittagsschläfchen halte oder jemand anderes in meinem Bett schläft? Ich habe es probiert und fand das Mittagsschläfchen anderntags als „Nickerchen“ auf meinem Dashboard wieder, mit Dauer, Schlafphasen, Herzfrequenz und der Zeit bis zum Einschlafen. Toll! Auch eine Ersatzschläferin hat sich gefunden, die - einige Zeit bevor ich schlafen ging - mein Bett anwärmte: meine Katze. Das muss die App merken, dachte ich, denn Mietze wiegt nur einen Bruchteil von mir. Denkste! Am nächsten Morgen war auch sie Teil der Aufzeichnung - mit deutlich höherer Herzfrequenz. Da sie genau über dem Sensor lag, hatte der ihr Gewicht offensichtlich auf meines hochgerechnet. Doch meine Werte bringt es nicht durcheinander, denn mit einem Tastendruck auf das Menü der App konnte ich die kleine Mitschläferin genauso einfach aus meiner Schafaufzeichnung rauswerfen, wie zuvor aus meinem Bett.

© Nilgün Burgucu

(c) Magazin Frankfurt, 2024